Ischinger zitiert Macron: Sonnenbrillen-Moment bei Münchner Sicherheitskonferenz
Ischinger zitiert Macron mit Sonnenbrille bei Sicherheitskonferenz

Humorvoller Auftakt bei ernstem Thema: Ischinger imitiert Macron

Die Münchner Sicherheitskonferenz begann mit einem ungewöhnlich leichten Moment. MSC-Chef Wolfgang Ischinger eröffnete die eigentlich ernste Veranstaltung mit einem augenzwinkernden Verweis auf einen fast schon legendären Auftritt von Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron.

„Was in Davos passiert, muss nicht in Davos bleiben“

„Lassen Sie mich versuchen, etwas leichter in dieses Thema einzusteigen“, sagte der 79-jährige Ischinger zu Beginn seiner Eröffnungsrede. „Ich denke, was vor ein paar Wochen in Davos passiert ist, das muss nicht unbedingt in Davos bleiben, also werde ich diese für einen Moment aufsetzen.“

Mit diesen Worten griff der erfahrene Diplomat zu einer verspiegelten Sonnenbrille und setzte sie auf – eine klare Anspielung auf Macrons Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos einige Wochen zuvor.

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Der Ursprung des Sonnenbrillen-Hypes

Emmanuel Macron hatte die Sonnenbrille am Rednerpult in Davos aufgrund einer Augenentzündung getragen. Was als medizinische Notwendigkeit begann, entwickelte sich schnell zu einem internationalen Medienphänomen. Die Bilder des französischen Präsidenten mit der charakteristischen Brille wurden zigtausendfach in sozialen Netzwerken geteilt, und das Modell war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.

Sogar der damalige US-Präsident Donald Trump nahm in seiner Davos-Rede darauf Bezug: „Ich habe ihn gestern mit dieser schönen Sonnenbrille gesehen. Was zum Teufel ist passiert?“, fragte Trump scherzhaft in Bezug auf Macrons Auftritt am Vortag.

Kulturelle Referenzen und internationale Resonanz

In Frankreich selbst wurde der Auftritt Macrons mit Humor aufgenommen. Viele Beobachter zogen Vergleiche zu Tom Cruise im Film „Top Gun“, der eine ähnliche Sonnenbrille getragen hatte. Die ungewöhnliche Accessoire-Wahl des französischen Präsidenten sorgte somit für eine unerwartete Auflockerung des sonst eher formellen Davoser Treffens.

Ischingers Entscheidung, diesen Moment bei der Eröffnung der Münchner Sicherheitskonferenz aufzugreifen, zeigt nicht nur sein Gespür für aktuelle Entwicklungen, sondern auch die Fähigkeit, selbst ernste sicherheitspolitische Themen mit einer Prise Leichtigkeit zu beginnen. Der MSC-Chef demonstrierte damit, dass internationale Diplomatie und Sicherheitspolitik nicht immer nur aus steifen Formalia bestehen müssen.

Die Münchner Sicherheitskonferenz gilt als eines der wichtigsten Treffen für internationale Sicherheitspolitik und bringt regelmäßig hochrangige Politiker, Militärs und Sicherheitsexperten aus aller Welt zusammen. Ischingers humorvoller Einstieg sorgte für einen entspannten Beginn der ansonsten thematisch schwergewichtigen Veranstaltung.

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