Iran jubelt nach US-WM-Aus: „Jetzt feiert die ganze Welt“
Iran jubelt nach US-WM-Aus: „Jetzt feiert die ganze Welt“

Nach dem deutlichen 4:1-Sieg Belgiens über die USA im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat der Iran das Ausscheiden des Gastgebers mit einer scharfen politischen Botschaft gefeiert. Ein Sprecher des iranischen Fußballverbands erklärte: „Jetzt tanzt die ganze Welt, um die demütigende Niederlage der Politik gegen den Fußball zu feiern.“ Die Aussage ist eine weitere Spitze in einem anhaltenden Streit, der das Turnier bereits vor Beginn überschattet hatte.

Hintergrund der Spannungen zwischen Iran und USA

Die nach der Gruppenphase ausgeschiedenen Iraner hatten den USA wiederholt vorgeworfen, die Mannschaft während der WM systematisch benachteiligt zu haben. Wegen des Krieges im Nahen Osten und den politischen Spannungen musste das Team sein geplantes Trainingslager in Arizona kurzfristig nach Mexiko verlegen. Zu den Spielen durfte die Mannschaft jeweils erst einen Tag vorher in die USA einreisen und musste das Land wenige Stunden nach dem Schlusspfiff wieder verlassen. Zusätzlich verweigerten die US-Behörden elf Mitgliedern des iranischen Betreuerstabs, darunter Verbandspräsident Mehdi Taj, die Einreisevisa.

Kontroverse um Folarin Balogun und Fifa-Entscheidung

Für weiteren Zündstoff sorgte der Einsatz von US-Torjäger Folarin Balogun (25), der trotz Roter Karte nach grobem Foulspiel im Sechzehntelfinale spielen durfte. Die Fifa hatte auf Druck von US-Präsident Donald Trump (80) die Sperre auf Bewährung ausgesetzt – eine Entscheidung, die weltweit für heftige Diskussionen sorgte. Balogun zeigte sich nach dem WM-Aus enttäuscht, während die iranische Seite die Entscheidung als weiteren Beleg für die angebliche Bevorzugung der USA wertete.

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US-Minister verspottet Iran nach dessen Ausscheiden

Erschwerend kommt hinzu: Nach dem Iran-Aus trat ein Minister aus dem Kabinett Trump gegen die Truppe aus dem Mullah-Staat nach. Markwayne Mullin (48), zuständig für die Innere Sicherheit, freute sich: „Ich bin einfach nur froh, dass sie fertig sind und nicht zurückkommen. Ich war sehr glücklich, als wir ihre Visa widerrufen haben. Vielleicht habe ich auch ein oder zwei Lieder gesungen oder vielleicht sogar einen Freudentanz getanzt.“ Den Freudentanz tanzen nun andere – der Iran reagierte mit Genugtuung auf das Aus des Gastgebers.

Die politischen Verstrickungen rund um die WM zeigen, wie sehr Sportereignisse von geopolitischen Spannungen beeinflusst werden können. Während die USA als Gastgeber frühzeitig ausschieden, bleibt der Iran mit seinen Vorwürfen zurück – und feiert dennoch den Triumph des Fußballs über die Politik.

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