Geheimdienste: Iran hat Zugang zu 90 Prozent seiner Raketen wiedererlangt
Geheimdienste: Iran hat Zugang zu 90 Prozent seiner Raketen wiedererlangt

Laut vertraulichen US-Geheimdienstdokumenten, über die die „New York Times“ berichtet, hat Iran die gemeinsamen Angriffe der USA und Israels besser überstanden als von der US-Führung behauptet. Die Nachrichtendienste gehen demnach davon aus, dass Iran den operativen Zugang zu 30 von insgesamt 33 Raketenstellungen an der Straße von Hormus wiedererlangt hat. Für den zivilen Schiffsverkehr und die US-Marine bestehe damit weiterhin eine massive Bedrohung.

Die US-israelischen Luftangriffe hätten die Stellungen nicht dauerhaft ausgeschaltet. Iran sei weiterhin in der Lage, in Bunkern geschützte Raketen und Marschflugkörper zu anderen Standorten zu transportieren. Nur drei der 33 Stellungen seien völlig zerstört oder unzugänglich. Insgesamt habe Iran Zugang zu 90 Prozent seiner unterirdisch eingelagerten Bestände an ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Startvorrichtungen wiedererlangt.

Die Stellungen würden als „teilweise oder voll einsatzbereit“ eingestuft. 70 Prozent der mobilen Startgeräte seien einsatzbereit, und die Raketen- und Marschflugkörpervorräte lägen noch bei etwa 70 Prozent des Vorkriegsniveaus. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

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Die internen Befunde widersprechen der Darstellung von US-Präsident Donald Trump, der bereits im März behauptet hatte, von Iran sei „im militärischen Sinne nichts mehr übrig“. Auch Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte die Operation „Epic Fury“ als Erfolg bezeichnet. Das Weiße Haus wies den Bericht zurück; Sprecherin Olivia Wales bekräftigte Trumps Darstellung, Irans Militär sei „zerschlagen“. Trump selbst bezeichnete die Berichterstattung auf seiner Plattform Truth Social als „VERRAT“.

Das US-Verteidigungsministerium griff die „New York Times“ scharf an und warf ihr vor, als „PR-Agent für das iranische Regime“ zu agieren. Die Enthüllungen kommen zu einem Zeitpunkt, da Trump und das Pentagon bereits wegen der hohen Munitionsverbrauchszahlen im Irankrieg unter Druck stehen.

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