Günther Jauch erhält Verdienstorden Brandenburgs für Mäzenatentum
Günther Jauch mit Verdienstorden Brandenburgs geehrt

Der Fernsehmoderator Günther Jauch hat für sein Engagement zur Sanierung historischer Bauwerke in Potsdam den Verdienstorden des Landes Brandenburg erhalten. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) verlieh ihm und zwölf weiteren Persönlichkeiten in der Staatskanzlei die höchste Auszeichnung des Landes. Jauch zeigte sich erfreut über die Ehrung und betonte die besondere Gesellschaft der Mitausgezeichneten.

Jauch als Mäzen für historische Bauten

Jauch unterstützt seit langem mit Großspenden Sanierungsprojekte in den berühmten Schloss- und Gartenanlagen Potsdams. Dazu zählen die denkmalgerechte Sanierung des Belvedere auf dem Pfingstberg und der Neptungrotte im Park Sanssouci. Bereits 2002 beteiligte er sich maßgeblich an der Finanzierung des Wiederaufbaus des Fortunaportals auf dem Alten Markt, was den Startschuss für die spätere Wiedererrichtung der Stadtschlossfassade gab. Seit 2014 tagt dort der Brandenburger Landtag.

Verdienstorden statt Fernsehpreise

In der Potsdamer Staatskanzlei wurde Jauch der Orden von Woidke umgehängt. Im Vergleich zu Fernsehpreisen habe der Orden einen unschätzbaren Vorteil, scherzte Jauch. „Die sind oft besonders schwer, besonders unförmig und auch zuweilen von der Ästhetik her relativ umstritten“, sagte er der dpa. „Also, man kann sich schlecht vorstellen, dass man die sich in ein Regal reintut. Die landen im Allgemeinen bei mir in der Garage oder im Keller.“ Der Verdienstorden sei dagegen „ein sehr, wie soll ich sagen, preußisch zurückhaltend gehaltener Orden, und der muss das Dunkel des Kellers nicht fürchten“.

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Jauch seit Jahrzehnten in Potsdam zu Hause

Der 69-jährige Jauch lebt seit über 30 Jahren in Potsdam. „Ich habe noch nie so lange an einem Ort gewohnt wie in Potsdam“, sagte er. Geboren wurde er in Münster, an der Saar in Rheinland-Pfalz besitzt er ein Weingut.

Woidke würdigt Engagement

Ministerpräsident Woidke lobte Jauch als TV-Moderator mit Schlagfertigkeit, Humor und erstaunlichem Wissen. Abseits des Rampenlichts engagiere er sich dafür, dass Potsdamer Aushängeschilder in neuem Glanz erstrahlten. „Das ist ein großes Glück“, sagte Woidke. Die Ausgezeichneten zeigten Leidenschaft, Engagement und Herzblut – diese Ressource sei ein „rarer Schatz“. Er hoffe, dass ihre Beispiele viele Nachahmer finden.

Unter den weiteren Geehrten waren der Holocaust-Überlebende Richard Fagot, die ehemalige Vorständin der Deutschen Bahn, Daniela Gerd tom Markotten, und zahlreiche sozial engagierte Menschen. Der Verdienstorden wird als Zeichen der Anerkennung für besondere Verdienste für das Land Brandenburg vergeben.

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