Trump sagt Iran-Angriffe ab: Gespräche mit Teheran laufen
Trump sagt Iran-Angriffe ab: Gespräche mit Teheran laufen

Trump bläst angekündigte Iran-Angriffe ab

US-Präsident Donald Trump hat die für diesen Abend angekündigten schweren Angriffe auf den Iran abgesagt. Der Republikaner begründete dies auf der Plattform Truth Social mit laufenden Gesprächen, die die höchste Ebene der iranischen Führung erreicht hätten. Dies berichtete die Deutsche Presse-Agentur.

Irans Verhandlungsführer Ghalibaf warnt USA vor „endlosem Sumpf“

Teherans Parlamentspräsident und Verhandlungsführer Mohammad Bagher Ghalibaf hat die USA bei „impulsiven“ Entscheidungen im Iran-Krieg vor einem „endlosem Sumpf“ gewarnt. „Unangemessene Strategien und impulsive Entscheidungen werden die gesamte Lage zum Schlechten wenden, die Energieinfrastruktur zerstören, die Märkte zum Einsturz bringen und euch in einen endlosen Sumpf stürzen, aus dem ihr jahrelang nicht herauskommen werdet“, erklärte Ghalibaf am Donnerstag im Onlinedienst X. Zugleich drohte er: „Ihr werdet einen anderen Iran kennenlernen.“

Die USA und der Iran hatten sich in der Nacht zum Donnerstag erneut gegenseitig angegriffen. Das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom sprach von „Selbstverteidigung“. Es handele sich um „eine Reaktion auf die ungerechtfertigte und anhaltende Aggression des Iran“. Teheran wies die Begründung als „falschen Vorwand“ zurück und reagierte seinerseits mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Stützpunkte in Bahrain, Jordanien und Kuwait.

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Ghalibaf hatte nach Beginn des Iran-Kriegs eine zentrale diplomatische Rolle übernommen. So führte er im April nach Inkrafttreten einer Waffenruhe in Pakistans Hauptstadt Islamabad Gespräche mit einer US-Delegation unter Leitung von US-Vizepräsident JD Vance.

Seit dem 8. April gilt in dem Konflikt eine Feuerpause, die jedoch brüchig ist. Nach den jüngsten US-Angriffen zweifelte Teheran den Fortbestand der Waffenruhe an. Diese sei „praktisch bedeutungslos“, erklärte Irans Außenministerium.

Zehn Klinikmitarbeiter bei Angriff auf libanesische Stadt Tyros verletzt

Bei einem israelischen Angriff auf die libanesische Stadt Tyros sind nach örtlichen Angaben zehn Mitarbeiter eines Krankenhauses verletzt worden. Das Ziel des Angriffs habe sich „rund 15 Meter“ von dem Hiram-Krankenhaus entfernt befunden, sagte Klinik-Chef Salman Aidibi am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. In dem Krankenhaus seien Fensterscheiben zu Bruch gegangen, außerdem seien Autos von Mitarbeitern beschädigt worden.

Zehn Mitarbeiter des medizinischen Personals und der Verwaltung seien verletzt worden, sagte Aidibi. Es sei bereits das sechste Mal seit Beginn des Kriegs zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah, dass das Umfeld der Klinik Ziel von israelischen Angriffen geworden sei.

Die israelische Armee hatte Tyros in den vergangenen Monaten wiederholt beschossen und dies mit ihrem Vorgehen gegen die Hisbollah-Miliz begründet. Dabei wurden nach libanesischen Angaben auch die drei Krankenhäuser der südlibanesischen Stadt beschädigt und Klinikmitarbeiter verletzt.

EU-Außenbeauftragte Kallas fordert diplomatische Lösung

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas fordert angesichts der jüngsten Eskalation im Konflikt mit dem Iran eine diplomatische Lösung. Sie habe mit dem iranischen Außenminister Abbas Araqchi gesprochen, teilt Kallas auf der Plattform X mit. Die wiederaufgenommenen Angriffe auf die Golfstaaten und ihre kritische Infrastruktur seien inakzeptabel. Der diplomatische Weg bleibe der beste Ausweg aus diesem Krieg.

US-Militär greift erneut Tanker an

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut einen Tanker im Golf von Oman angegriffen, der versucht haben soll, iranisches Öl zu transportieren. Beschossen worden sei der Maschinenraum des Schiffes „Jalveer“, das unter der Flagge des westafrikanischen Landes Guinea-Bissau fahre, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Die Besatzung habe wiederholt Anweisungen der US-Streitkräfte missachtet. Es ist bereits das dritte Mal binnen weniger Tage, dass das US-Militär Tanker außer Gefecht setzt.

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Wie schon bei den beiden vorangegangenen Angriffen auf Handelsschiffe in dieser Woche in der Region waren erneut überwiegend indische Besatzungsmitglieder betroffen. Wie das Schifffahrtsministerium in Neu-Delhi mitteilte, sind alle 20 Inder an Bord der „Jalveer“ in Sicherheit. Die Behörde sprach von einem „Sicherheitsvorfall auf See“ nahe dem omanischen Hafen Shinas und von einem „Asphalttanker“. Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) hatte zuvor unter Berufung auf lokale Behörden über ein Feuer im Maschinenraum des Schiffes berichtet.

EZB erwartet wegen Krieg mehr Inflation und weniger Wachstum

Die Europäische Zentralbank (EZB) rechnet wegen des Iran-Kriegs mit mehr Inflation und weniger Wirtschaftswachstum im Euroraum. Im wahrscheinlichsten Szenario erwartet die Notenbank für dieses Jahr eine Teuerungsrate von durchschnittlich 3,0 Prozent. Der Wert liegt deutlich über der mittelfristig angepeilten Marke von 2,0 Prozent, bei der die EZB ihr wichtigstes Ziel gewahrt sieht: Für einen stabilen Euro zu sorgen und so die Kaufkraft der Menschen zu erhalten.

Noch im Dezember war die EZB für 2026 von einer Inflationsrate von 1,9 Prozent ausgegangen. Doch schon im März korrigierte die Notenbank dies auf 2,6 Prozent nach oben, weil der Krieg im Nahen Osten die Energiepreise nach oben trieb. Auch im Jahr 2027 erwartet die EZB nun mit 2,3 Prozent eine Inflationsrate über ihrem Mittelfristziel. Die Marke von 2,0 Prozent wird nach jüngster Prognose der EZB erst 2028 punktgenau erreicht.

Trump droht mit „vollständiger Kontrolle“ über Irans Öl

US-Präsident Donald Trump hat mit der Übernahme der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Charg gedroht. „Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft“ werde man die Insel und andere Öl-Infrastrukturpunkte übernehmen und die „vollständige Kontrolle“ über Irans Öl- und Gasmärkte erlangen, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social und kündigte zugleich schwere Angriffe auf den Iran für die Nacht an.

In einem TV-Interview mit dem US-Sender Fox News erklärte Trump zudem, er habe schon die ganze Zeit präferiert, Charg einzunehmen. „Um ehrlich zu sein: Ich weiß nicht, ob Amerika den Mut dafür hat. Es ist ein längerer Prozess. Sie wollen, dass unsere Truppen nach Hause kommen. Aber man könnte damit ein Vermögen verdienen.“ Trump verwies dabei auf Venezuela, dessen Öl man seit dem Sturz von Nicolás Maduro in millionenfacher Barrel-Menge in die USA bringe. Zudem führen die USA nach Angaben von Trump weiterhin Gespräche mit dem Iran. „Sie verhandeln mit uns über ein Abkommen, aber sie sind stolz“, sagt er in dem Interview.

Am Wochenende beschossen sich der Iran und Israel gegenseitig, in der Nacht zu Mittwoch und Donnerstag attackierten sich der Iran und die USA.

Indische Seeleute sterben bei US-Militäreinsatz

Bei einem US-Militäreinsatz zur Festsetzung eines Tankers vor der Küste des Oman sind drei indische Seeleute ums Leben gekommen. Dies bestätigt der indische Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal. Es sind die ersten gemeldeten Todesfälle seit Beginn der US-Blockade gegen Schiffe mit Verbindungen zum Iran am 13. April. Im Zuge dieser Einsätze haben die USA acht Schiffe manövrierunfähig gemacht und mehr als 100 weitere abgedrängt. Zudem meldet die indische Botschaft im Oman einen weiteren Vorfall mit einem Tanker vor der Küste, bei dem es sich nach Angaben einer Matrosengewerkschaft um die „MT Jalveer“ handelt.

Jordanische Armee: 20 aus dem Iran abgefeuerte Raketen „abgeschossen“

Die jordanische Armee hat nach eigenen Angaben bei dem jüngsten iranischen Angriff auf das Land 20 Raketen abgefangen. Luftabwehrsysteme und die Luftwaffe hätten am frühen Donnerstag 20 Raketen „abgeschossen“, hieß es in einer Erklärung der Armee. Sie seien vom Iran in Richtung des Gebiets Asrak abgefeuert worden, wo sich ein Stützpunkt der US-Streitkräfte befindet. Das Gebiet liegt etwa 80 Kilometer östlich der jordanischen Hauptstadt Amman.

Insider: Bemühungen um Abkommen zwischen USA und Iran intensiviert

Trotz neuer gegenseitiger Luftangriffe haben die USA und der Iran Insidern zufolge ihre Verhandlungen über ein vorläufiges Friedensabkommen intensiviert. US-Präsident Donald Trump drohte mit weiteren Militärschlägen, sollte die Führung in Teheran nicht unverzüglich einer Vereinbarung zustimmen. Zugleich hieß es jedoch am Donnerstag aus Diplomatenkreisen, dass die Gespräche zwischen beiden Seiten Fortschritte machten.

Drei iranische Insider und ein europäischer Diplomat sagten der Nachrichtenagentur Reuters, beide Seiten tauschten Entwürfe für eine Absichtserklärung aus. Ein zentraler Streitpunkt sei die Freigabe eingefrorener iranischer Öleinnahmen im Ausland. Der Iran fordere die Auszahlung von sechs bis zwölf Milliarden Dollar. Die Regierung in Washington wolle die Gelder jedoch schrittweise und ausschließlich für humanitäre Güter bereitstellen.

Für die Führung in Teheran stehe ein Rahmenabkommen im Vordergrund, das dem Iran eine wirtschaftliche Atempause verschaffe und den Krieg beende, hieß es. Zudem fordere der Iran ein Ende der israelischen Angriffe im Libanon, die Aufhebung von Sanktionen und die Anerkennung seiner Kontrolle über die Straße von Hormus. Trump verlange im Gegenzug ein Ende der iranischen Blockade der Meerenge und Garantien, dass der Iran keine Atomwaffen entwickele.

Das iranische Außenministerium bezeichnete angesichts der jüngsten US-Angriffe die seit Anfang April geltende Feuerpause als „praktisch bedeutungslos“. In einer Mitteilung des Ministeriums vom Donnerstag hieß es, die von den Vereinigten Staaten ausgeführten „illegalen und kriminellen Angriffe“ der vergangenen Stunden seien nicht nur ein offensichtlicher Verstoß gegen die Charta der Vereinten Nationen. Die Verantwortung für „die extrem ernsten Konsequenzen dieser kriminellen Handlung“ liege bei den Anführern der Vereinigten Staaten.

Pakistan „zutiefst besorgt“ nach gegenseitigen Angriffen

Nach den jüngsten gegenseitigen Angriffen der USA und des Irans hat sich das in dem Konflikt vermittelnde Pakistan „zutiefst besorgt“ gezeigt. Pakistan werde seine Vermittlungsbemühungen trotz der „Eskalation“ der Lage fortführen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Islamabad am Donnerstag. Diplomatie und Dialog sollten die Prinzipien sein, um eine „Lösung für alle strittigen Fragen“ zu erreichen, fügte er hinzu.

Nachdem sich der Iran und die USA in der Nacht zum Donnerstag erneut angegriffen hatten, drohte US-Präsident Donald Trump einem Fernsehbericht zufolge Teheran in martialischen Worten mit weiteren heftigen Bombardierungen.

Merz bekräftigt Bereitschaft zu zukünftigem Engagement in Straße von Hormus

Kanzler Friedrich Merz hat die deutsche Bereitschaft bekräftigt, sich bei der Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen – sobald die Voraussetzungen dafür gegeben seien. Das sagte Merz in einer Regierungserklärung im Bundestag. Deshalb setze sich die Bundesregierung für eine diplomatische Lösung des Konflikts ein.

Ölpreise steigen nach erneuten US-Angriffen auf Iran nur leicht

Die Ölpreise haben am Donnerstag erneut mit einem nur vergleichsweise leichten Anstieg auf weitere gegenseitige Angriffe der USA und des Iran reagiert. Die Notierung für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im August stieg in der vergangenen Nacht für kurze Zeit deutlich und erreichte ein Hoch bei über 95 US-Dollar. Am Morgen wurde Öl der Sorte Brent bei 93,50 Dollar gehandelt und damit etwa ein halbes Prozent höher als am Vortag.

Kuwait nimmt Flugverkehr wieder auf

Kuwait hat nach Angaben der Luftfahrtbehörde den Flugverkehr wieder aufgenommen und ist zum Normalbetrieb zurückgekehrt. Wegen iranischer Angriffe war zuvor der Luftraum gesperrt und der Flugverkehr ausgesetzt worden.

Vermisste Seeleute nach US-Beschuss eines Öltankers – Indien protestiert

Das US-Militär hat im Golf von Oman einen Öltanker beschossen, der iranisches Öl transportiert und Anweisungen ignoriert haben soll. Bei dem Vorfall am Mittwoch wurden nach indischen Angaben 21 Seeleute gerettet, drei Inder gelten aber als vermisst. Das US-Zentralkommando teilte mit, man habe den Maschinenraum der unter der Flagge von Palau fahrenden „Settebello“ beschossen. Dessen Besatzung habe zuvor wiederholt Anweisungen der US-Streitkräfte missachtet. Das Schiff habe die laufende Blockade verletzt, indem es versucht habe, Öl aus dem Iran zu transportieren. Der Betreiber der „Settebello“ sitzt in Indien.

Indien bestellte den stellvertretenden US-Missionschef ein und legte scharfen Protest ein, wie zwei Insider der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Das indische Außenministerium verurteilte den Angriff. „Das Vorgehen gegen die Handelsschifffahrt und zivile Infrastruktur in der Region muss enden“, hieß es.

Beschuss aus Iran: Kuwait sperrt seinen Luftraum, auch Ziele in Bahrain und Jordanien angegriffen

Der Golfstaat Kuwait hat seinen Luftraum wegen erneuten Beschusses aus dem Iran vorübergehend für die zivile Luftfahrt gesperrt. Ankommende Flüge würden auf Ausweichflughäfen umgeleitet, teilten die Behörden des Emirats am Morgen auf X mit. Diese Maßnahme erfolge angesichts der „iranischen Aggressionen gegen den Staat Kuwait“, hieß es. Die Luftabwehr sei im Einsatz, meldete die Armee auf X.

Auch im Golfstaat Bahrain schrillten wieder die Sirenen, wie das Innenministerium des Inselstaates bekanntgab. Bewohner wurden dazu aufgerufen, Ruhe zu bewahren und den nächsten sicheren Ort aufzusuchen.

Irans Streitkräfte hatten zuvor erklärt, die beiden als Verbündete der USA bekannten Nachbarstaaten als Reaktion auf die erneuten nächtlichen US-Angriffe im Iran attackiert zu haben. Bahrain und Kuwait beherbergen US-Militärstützpunkte, die nur wenige Hundert Kilometer vom Iran entfernt sind.

Irans Revolutionsgarden attackierten eigenen Angaben zufolge unter anderem zwei US-Luftwaffenstützpunkte in Kuwait und einen in Bahrain. Insgesamt seien 18 Ziele angegriffen worden. Auch einen US-Luftwaffenstützpunkt in Jordanien hat der Iran laut eigenen Angaben mit zwölf ballistischen Raketen angegriffen. Ziele auf dem Stützpunkt Al-Asrak seien US-Flugzeuge, wichtige militärische Einrichtungen sowie das Kontrollzentrum gewesen, berichten staatliche iranische Medien und die Nachrichtenagentur Tasnim.

US-Militär erklärt neue Angriffe im Iran für beendet

Das US-Militär hat seine erneuten Angriffe auf Ziele im Iran nach eigenen Angaben eingestellt. Das teilte das zuständige Regionalkommando Centcom am frühen Morgen auf X mit. Es seien militärische Aufklärungsanlagen, Kommunikationssysteme und Luftverteidigungsstellungen im ganzen Land attackiert worden. Sie hätten eine Bedrohung für die US-Streitkräfte und internationale Handelsschiffe dargestellt, hieß es weiter. Auch nach Abschluss der Angriffe bleibe das US-Militär wachsam und kampfbereit.

Deutschland und andere Staaten fordern vom Iran Stopp von Angriffen „auf unserem Boden“

Deutschland und 21 weitere Staaten haben den Iran aufgefordert, auf ihrem Boden Angriffe auf Menschen einzustellen. „Versuche, Menschen auf unserem Boden zu töten, zu entführen, zu belästigen, einzuschüchtern oder anderweitig anzugreifen, untergraben die nationale Souveränität und internationale Normen“, hieß es in einer am Donnerstag vom französischen Außenministerium veröffentlichten Erklärung. Zu den Unterzeichnern gehören neben Deutschland auch mehrere weitere europäische Länder, die USA und Australien.

Die iranischen Geheimdienste sowie die für Auslandseinsätze zuständige Einheit der Revolutionsgarden hätten in anderen Ländern „tödliche Anschlagspläne und bösartige Aktionen“ gegen iranische Dissidenten, Journalisten sowie jüdische und israelische Gemeinschaften und Interessen verfolgt, heißt es in der Erklärung. „Wir sind entschlossen und geeint darin, unsere Länder und unsere Bevölkerung vor diesen Bedrohungen zu schützen.“ Die 22 Länder werfen der Führung in Teheran zudem vor, internationale und lokale kriminelle Banden für Komplotte in Europa, Nordamerika und Australien zu nutzen.

Berichte über Angriffe bei Teheran

Nahe der iranischen Hauptstadt Teheran haben sich mitten in der Nacht mehrere Explosionen ereignet. Der staatliche iranische Rundfunk meldete Explosionen in der Pendlermetropole Karadsch, die nur wenige Kilometer von der Millionenstadt Teheran entfernt liegt. Weiter westlich von Karadsch seien Kampfdrohnen gesichtet worden. Details dazu lagen zunächst nicht vor.

In den sozialen Medien gab es mehrere Berichte über eine Angriffswelle nahe der Hauptstadt, nachdem das US-Militär zuvor Ziele an der mehr als 1000 Kilometer entfernten Südküste des Irans bombardiert hatte. Ein als Vahid bekannter Online-Journalist berichtete auf Telegram über mehrere Explosionen bei Karadsch, die Gebäude und Fenster zittern ließen und Bewohner aus dem Schlaf rissen. „Zwei furchtbare Explosionsgeräusche kamen aus Richtung Karadsch. Sie haben wieder zugeschlagen“, zitierte er einen Bewohner. „Sie haben wohl den Pajam-Flughafen getroffen. Ich bin drei Meter hoch aus dem Schlaf gesprungen“, habe ihm ein anderer Iraner geschrieben.

Auch südöstlich von Teheran in Waramin gab es Explosionen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Offiziell äußerten sich die Behörden nicht zur Ursache.

Iran meldet Angriffe auf US-Stützpunkte in Golfstaaten

Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die US-Angriffe im Süden des Landes Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait attackiert. In Bahrain sei das regionale Hauptquartier der US-Marine mit Kamikazedrohnen attackiert worden, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Armee. Der Angriff zielte demnach auf Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot. Irans mächtige Revolutionsgarden, die Elitestreitmacht des Landes, erklärten, insgesamt seien 18 Ziele angegriffen worden, darunter zwei US-Luftwaffenstützpunkte in Kuwait und Bahrain. Aus den betroffenen Ländern oder vom US-Militär gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

Iran weist Kontakt zu Trump zurück und warnt vor Aggression

Der Iran weist Aussagen von US-Präsident Donald Trump über direkte Kontakte zwischen beiden Seiten zurück. Trumps falsche Behauptung sei lediglich ein Vorwand, um einen Krieg gegen den Iran zu vermeiden, berichten staatliche Medien unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsvertreter. Zudem meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf einen Insider, jede amerikanische Aggression werde mit einer entschlossenen militärischen Antwort und nicht mit politischer Erpressung beantwortet.