Gerichtsurteil zu Marius Borg Høiby: Freilassung abgelehnt, Berufung eingelegt
Gerichtsurteil zu Marius: Freilassung abgelehnt

Gericht sagt Ja, Staatsanwalt Nein: Großes Wirrwarr um Freilassung von Marius

Oslo (Norwegen) – Marius Borg Høiby (29) wollte unbedingt aus der Untersuchungshaft. Bereits zum vierten Mal stellte der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit (52) einen Antrag, die Haft gegen eine Fußfessel auszutauschen. Sein Ziel: seiner schwer kranken Mutter beizustehen, die auf eine Spenderlunge wartet. Das Bezirksgericht Oslo entschied nun, dass Høiby freigelassen werden soll. Doch die Staatsanwaltschaft legte umgehend Berufung gegen die Freilassung ein und beantragte ein Urteil mit aufschiebender Wirkung. Die Konsequenz: Marius bleibt vorerst in Haft. Ein Berufungsgericht muss den Antrag erneut prüfen.

Warum bleibt Marius im Gefängnis?

Wie „Norsk TV 2“ berichtet, wird das Urteil erst dann umgesetzt, wenn die Berufung in einer höheren Instanz verhandelt wurde. Der Fall wird daher am 16. Juni vor dem Obersten Gerichtshof verhandelt. Ob dies dem Sohn der norwegischen Kronprinzessin wirklich etwas bringt, bleibt fraglich. Bereits am 15. Juni 2026 will das Amtsgericht Oslo seine Entscheidung im Prozess gegen ihn bekannt geben. Marius musste sich von Februar bis März 2026 wegen zahlreicher vorgeworfener Straftaten verantworten, darunter schwerwiegende Vorwürfe wie mehrfache Vergewaltigung, Drogendelikte und Gewalt in Beziehungen. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten. Im Falle eines Freispruchs wird er ohnehin freigelassen.

Begründung des Gerichts

Das Gericht erklärte die vorläufige Freilassung damit, dass eine weitere Inhaftierung „einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Privatsphäre von Høiby darstellen würde“. Die Rückfallgefahr sei „in der aktuellen Situation noch immer gering“. Weiter hieß es: „Eine fortgesetzte Inhaftierung wäre jedoch nicht nur für Høiby, sondern auch für seine Mutter in ihrer ohnehin schon schwierigen Lage eine erhebliche Belastung.“

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Marius spricht über seine Ex-Freundin

Høiby teilte dem Gericht mit, dass er letzte Woche zusammen mit dem Rest der Familie an einem Gespräch mit dem Arzt über den Gesundheitszustand seiner Mutter in Skaugum teilgenommen habe. Das Gespräch wurde vom norwegischen Strafvollzugsdienst organisiert. Über seine Beziehung zur „Frau aus dem Frogner-Viertel“ sagte er während der Anhörung: „Die Beziehung zu ihr ist völlig beendet. Das ist wirklich das Letzte, an das ich in der jetzigen Situation denken würde. Es ist schwer, dass ich glauben muss, es könnte das letzte Mal sein, dass ich meine Mutter sehe, wenn sie zu mir am Sonntag ins Gefängnis kommt.“

Staatsanwaltschaft gegen Freilassung

Staatsanwältin Hilde Strand sprach sich klar gegen eine Freilassung aus: „Die Gesundheit der Mutter hat keine Bedeutung für die Beurteilung der Gesamtsituation. Die letzte strafbare Handlung fand am 14. Februar statt, die anderen geschahen im Laufe mehrerer Jahre. Die Wiederholungsgefahr besteht immer noch.“

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