G7-Gipfel: Trump inszeniert sich, Meloni hört mit Rauchen auf
Beim G7-Gipfel in Italien standen neben politischen Entscheidungen auch persönliche Momente im Fokus. US-Präsident Donald Trump nutzte die Bühne für eine Machtdemonstration, während Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni überraschend ihren Rauchstopp bekannt gab. Das Treffen endete geeinter als im Vorjahr, doch die Einigung zu Iran und Ukraine bleibt fragil.
Trumps Auftritt: Dominanz und Drohungen
Donald Trump präsentierte sich beim G7-Gipfel gewohnt selbstbewusst. „Ich bin der Chef“, ließ er verlauten und unterstrich seinen Führungsanspruch. In einem abgefangenen Small Talk mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Bundeskanzler Friedrich Merz wurde deutlich, wie Trump die Gespräche dominierte. Bezüglich des geplanten Abkommens mit Iran drohte er: „Wenn es mir nicht passt, dann fangen wir eben wieder an, auf sie zu schießen und Bomben auf sie zu werfen.“ Das Abkommen sei lediglich eine Absichtserklärung und nicht endgültig.
Melonis Rauchstopp: Eine private Veränderung
Ein unerwarteter Moment entspannte die Atmosphäre: Giorgia Meloni verkündete im Gespräch mit von der Leyen und Merz, dass sie mit dem Rauchen aufgehört habe. „Nein, ich habe aufgehört“, sagte sie auf Merz' Frage nach einer Zigarette. Von der Leyen lobte sie mit „Bravo!“. Melonis Laster war bereits bei früheren Staatsbesuchen Thema gewesen; nun scheint sie den Schritt in die Nichtraucher-Zukunft gemacht zu haben.
Politische Einigungen: Ukraine und Iran
Inhaltlich standen die Kriege in der Ukraine und Iran im Zentrum der Beratungen. Die G7-Staats- und Regierungschefs einigten sich auf eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland und eine Ausweitung der Waffenlieferungen an die Ukraine. Bezüglich Irans bleibt die Lage unklar: Trump kündigte ein Abkommen an, doch Details sind widersprüchlich. Die Einigung gilt als brüchig.
Ein geeinterer Abschluss als positives Signal
Im Vergleich zum Vorjahr, als Trump aus Verärgerung eine gemeinsame Erklärung platzen ließ und vorzeitig abreiste, endete der Gipfel diesmal harmonischer. Die Staats- und Regierungschefs verabschiedeten sich mit einer gemeinsamen Erklärung – ein Zeichen der Geschlossenheit in schwierigen Zeiten.



