Erste Tranche des EU-Kredits für Ukraine freigegeben
Die Europäische Union hat die erste Zahlung aus dem 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine angekündigt. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte am Donnerstag auf der internationalen Wiederaufbaukonferenz in Danzig, dass umgehend 3,2 Milliarden Euro an Mikrofinanzhilfen überwiesen werden. Der Schritt ist Teil eines umfassenden Hilfspakets, das die langfristige wirtschaftliche Stabilisierung des kriegsgeplagten Landes unterstützen soll.
Hintergrund des 90-Milliarden-Euro-Kredits
Der Kredit wurde von den EU-Mitgliedstaaten im März 2026 beschlossen und soll über einen Zeitraum von mehreren Jahren ausgezahlt werden. Die Mittel dienen der Finanzierung des ukrainischen Staatshaushalts sowie dem Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur. Die erste Tranche von 3,2 Milliarden Euro ist für dringende soziale Ausgaben und die Stabilisierung der Wirtschaft vorgesehen.
Reaktionen aus der Ukraine
Der ukrainische Finanzminister Serhij Martschenko begrüßte die Ankündigung: „Diese Mittel sind ein wichtiger Schritt, um unsere Widerstandsfähigkeit zu stärken und die grundlegende Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.“ Die internationale Gemeinschaft habe ihre Solidarität mit der Ukraine erneut unter Beweis gestellt, so Martschenko weiter.
Wiederaufbaukonferenz in Danzig
Die Konferenz in Danzig, an der Vertreter aus über 40 Ländern teilnehmen, soll den Rahmen für den langfristigen Wiederaufbau der Ukraine abstecken. Neben der EU haben auch die USA, Großbritannien und Japan weitere Hilfen zugesagt. Insgesamt sollen bis 2030 mindestens 500 Milliarden Euro für den Wiederaufbau mobilisiert werden.



