Ukrainische Drohnen greifen St. Petersburg an – Störung des Wirtschaftsforums
Drohnenangriff auf St. Petersburg stört Wirtschaftsforum

Schwarze Rauchwolken über St. Petersburg

Am Tag der Eröffnung des St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums (SPIEF) haben ukrainische Drohnen nach Angaben aus Russland und der Ukraine Energie- und Militäranlagen in der russischen Metropole angegriffen. Der Gouverneur von St. Petersburg, Alexander Beglow, teilte mit, dass mehrere Infrastruktureinrichtungen beschädigt worden seien, jedoch sei niemand getötet worden. Es gebe einige Verletzte, fügte er hinzu, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Die Einsatzkräfte seien in erhöhter Bereitschaft, um die Schäden zu beseitigen.

Selenskyj bestätigt Angriff auf Ölterminal

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass das Ölterminal in St. Petersburg sowie eine Rüstungsfabrik in der Oblast Tambow, südlich von Moskau, angegriffen wurden. In sozialen Netzwerken veröffentlichte er ein Video, das brennende Öllager zeigt. Der größte Flughafen von St. Petersburg stellte aufgrund der Angriffe für mehrere Stunden den Betrieb ein. In sozialen Medien kursierten Aufnahmen von einer schwarzen Rauchwolke, die über der Stadt aufstieg.

Ziel: Störung des Wirtschaftsforums

Kiew zufolge zielten die Angriffe darauf ab, das dreitägige Wirtschaftsforum zu stören, an dem auch Kremlchef Wladimir Putin teilnimmt. Das SPIEF, das seit 1997 jährlich von der russischen Regierung veranstaltet wird, ist eine Plattform für den Dialog zwischen Geschäftskreisen aus Russland, aufstrebenden Märkten und der ganzen Welt. In diesem Jahr werden rund 20.000 Besucher aus 130 Ländern erwartet, darunter Unternehmer und Wirtschaftsvertreter aus westlichen Staaten wie Deutschland.

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AfD-Politiker reisen an

Das Forum soll Russland zeigen, wie es seine Wirtschaft trotz Krieg und westlicher Sanktionen am Laufen hält. Aus Deutschland reisen die beiden AfD-Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier und Steffen Kotré nach St. Petersburg. Auch Altkanzler Gerhard Schröder wurde im Hotel Kempinski in Moskau gesichtet.

Der Angriff überschattet das sonst glanzvoll inszenierte Forum, das bis Samstag dauert. Kremlchef Putin ist in seiner Heimatstadt Gastgeber. Die genauen Schäden wurden nicht beziffert, doch die Behörden arbeiten an der Beseitigung der Folgen.

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