Baerbocks UN-Nachfolger kommt aus Bangladesch
Baerbocks UN-Nachfolger: Bangladesch-Diplomat

Die Nachfolge von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock als Präsidentin der UN-Generalversammlung ist geklärt. Wie die Vereinten Nationen am Dienstag mitteilten, wird der Diplomat aus Bangladesch, Shahidul Haque, das Amt übernehmen. Der 63-Jährige bringt langjährige Erfahrung in internationalen Beziehungen mit und gilt als versierter Vermittler.

Erfahrener Diplomat übernimmt

Shahidul Haque war zuvor unter anderem als Botschafter Bangladeschs in mehreren Ländern tätig und leitete die UN-Mission seines Landes in New York. Er wird die 79. Sitzungsperiode der Generalversammlung präsidieren, die im September beginnt. Haque betonte in einer ersten Stellungnahme, er wolle sich für Frieden, nachhaltige Entwicklung und die Stärkung multilateraler Zusammenarbeit einsetzen.

Baerbocks Amtszeit endet

Annalena Baerbock hatte das Amt seit Juni 2023 inne. Ihre Amtszeit war geprägt von globalen Krisen wie dem Ukraine-Krieg und dem Nahost-Konflikt. Die deutsche Außenministerin zeigte sich erfreut über die Wahl ihres Nachfolgers und wünschte ihm viel Erfolg. „Die UN-Generalversammlung ist das Herz der multilateralen Diplomatie. Ich bin überzeugt, dass Shahidul Haque dieses Amt mit Bravour ausfüllen wird“, erklärte Baerbock.

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Herausforderungen für den neuen Präsidenten

Haque übernimmt die Leitung der Generalversammlung in einer Zeit großer geopolitischer Spannungen. Die Reform des UN-Sicherheitsrates, die Klimakrise und die wachsende Ungleichheit zwischen Nord und Süd stehen ganz oben auf der Agenda. Zudem muss er die Interessen der 193 Mitgliedstaaten unter einen Hut bringen. Experten sehen in seiner Erfahrung als Diplomat aus einem Entwicklungsland einen Vorteil, da er die Perspektiven des Globalen Südens gut vertreten könne.

Reaktionen aus der internationalen Gemeinschaft

Die Wahl Haques stieß international auf positive Resonanz. Vertreter asiatischer und afrikanischer Staaten lobten die Entscheidung. Auch die deutsche Bundesregierung begrüßte die Nominierung. „Mit Shahidul Haque gewinnen wir einen erfahrenen und kompetenten Präsidenten für die Generalversammlung“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Die USA und China äußerten sich zurückhaltend, signalisierten aber Kooperationsbereitschaft.

Shahidul Haque wird sein Amt am 10. September offiziell antreten. Bis dahin bleibt Baerbock noch im Amt, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Die UN-Generalversammlung ist das wichtigste Beschlussorgan der Vereinten Nationen und tagt jährlich von September bis Dezember.

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