Am kommenden Sonntag steht in Ostprignitz-Ruppin die letzte von insgesamt sechs Landratswahlen in Brandenburg in diesem Jahr an. Der Wahlkampf wird dabei nicht nur auf lokaler, sondern auch auf Landesebene geführt. Die AfD hofft, erstmals einen Landkreis in Brandenburg zu gewinnen – ähnlich wie im thüringischen Sonneberg. Bislang gelang dies der extrem rechten Partei jedoch nicht. Bei den fünf vorangegangenen Landratswahlen in Brandenburg ging die AfD nicht als Siegerin hervor.
Die Ausgangslage in Ostprignitz-Ruppin
In Ostprignitz-Ruppin, einem ländlichen Landkreis im Nordwesten Brandenburgs, treten mehrere Kandidaten an. Die AfD setzt auf eine polarisierende Kampagne, die Themen wie Migration und Sicherheit in den Vordergrund stellt. Die anderen Parteien warnen vor einem Rechtsruck und appellieren an die Wähler, für demokratische Kandidaten zu stimmen.
Bedeutung für die Landespolitik
Die Wahl wird auch als Stimmungstest für die Landespolitik gesehen. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sich mehrfach gegen einen AfD-Sieg ausgesprochen. Ein Erfolg der AfD könnte Signalwirkung für die kommenden Landtagswahlen haben.
Die Wahlbeteiligung dürfte entscheidend sein. In den vergangenen Jahren lag sie bei Landratswahlen oft unter 50 Prozent. Die AfD hofft auf eine niedrige Beteiligung, während die demokratischen Parteien versuchen, ihre Anhänger zu mobilisieren.
Die Wahl in Ostprignitz-Ruppin wird genau beobachtet – weit über die Grenzen des Landkreises hinaus.



