Aktivisten servieren AfD-Politikern Hakenkreuz aus veganem Hack
Hakenkreuz aus veganem Hack bei AfD-Frühstück serviert

Ein Hakenkreuz aus veganem Hackfleisch, garniert mit Gewürzgurken und einer politischen Botschaft: Linke Aktivisten haben AfD-Politikern vor dem Landesparteitag in Heidenheim das Frühstück im Hotel verdorben. Auf einem Drehteller servierten sie ein Hakenkreuz, geformt aus veganem Hack, umgeben von dem Schriftzug „Vorsicht vor der NSAFD“ – eine Anspielung auf die NSDAP und die AfD.

Ablauf der Aktion

Die Aktivisten, die sich dem Umfeld des Zentrums für Politische Schönheit zuordnen, hatten sich heimlich im Hotel am Congress Centrum in Heidenheim einquartiert, wo auch viele AfD-Delegierte übernachteten. Nach eigenen Angaben gelangten sie so in den Frühstücksraum und platzierten das Kunstwerk. Sie betonen, dass die politische Botschaft die Verwendung des eigentlich verbotenen Symbols rechtfertige, da es klar eingeordnet sei.

Polizeiliche Ermittlungen

Die Polizei bestätigte den Vorfall. Eine dem linken Spektrum zuzuordnende Person habe sich ins Hotel eingemietet und dort am Morgen ein „hakenkreuzförmiges Gebilde aus Hackfleisch“ am Büfett abgestellt. Nun wird der Verdacht des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen geprüft.

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Künstlerische Intervention

Der federführende Aktivist, der anonym bleiben möchte, bezeichnete die Aktion als „künstlerische Intervention“. Ziel sei es, Menschen zum Nachdenken anzuregen. Der Mett-Igel sei schließlich eine „deutsche Institution“. Das Kunstwerk bestand aus 1,2 Kilogramm veganem Hackfleisch. Nach dem Aufbau seien die Beteiligten teilweise von AfD-Politikern bedroht worden.

Reaktion der AfD

Der Landesvorsitzende Emil Sänze zeigte sich empört. Auf dem Parteitag sprach er von einer Schmach, die AfD-Politiker ertragen müssten. Er berichtete von „Antifa-Leuten“, die im Hotel gewesen seien und „meinten, sie müssten aus Hack ein Hakenkreuz auf die Theke setzen“. „So weit ist die Republik gekommen“, sagte Sänze. Er riet den Aktivisten, es „vielleicht einmal mit Arbeit zu versuchen“.

Das Zentrum für Politische Schönheit ist bekannt für provokante Aktionen. Im Sommer störten Aktivisten der Gruppe ein ARD-Interview mit AfD-Chefin Alice Weidel im Berliner Regierungsviertel.

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