Veganes Hakenkreuz aus Hackfleisch: Aktivisten provozieren AfD in Heidenheim
Hackfleisch-Hakenkreuz: AfD-Protest in Heidenheim

Provokation beim AfD-Landesparteitag

Eine ungewöhnliche Protestaktion hat am Morgen des AfD-Landesparteitags in Heidenheim für Aufsehen gesorgt. Aktivisten aus dem Umfeld des Zentrums für Politische Schönheit platzierten im Frühstücksraum eines Hotels ein Hakenkreuz aus veganem Hackfleisch, garniert mit Gewürzgurken. Die Aktion richtete sich gegen die AfD und sollte eine politische Botschaft transportieren.

Das Kunstwerk und seine Botschaft

Das Hakenkreuz wurde aus 1,2 Kilogramm veganem Hackfleisch geformt und auf einem Drehteller serviert. Daneben brachten die Aktivisten den Schriftzug „Vorsicht vor der NSAFD“ an – eine Anspielung auf die NSDAP und die AfD. Der federführende Aktivist, der anonym bleiben möchte, bezeichnete die Aktion als „künstlerische Intervention“ und erklärte, dass der Mett-Igel eine „deutsche Institution“ sei. Ziel sei es, Menschen zum Nachdenken anzuregen.

Polizei ermittelt

Die Polizei bestätigte den Vorfall. Ein 40-jähriger Mann aus dem linken Spektrum hatte sich heimlich in das Hotel am Congress Centrum in Heidenheim einquartiert, wo auch viele AfD-Delegierte übernachteten. Er platzierte das Hakenkreuz am Frühstücksbüfett. Gegen ihn wird nun wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt. Die Aktivisten selbst sehen die Aktion nicht als Straftat, da das Hakenkreuz durch die kritische Botschaft eingeordnet werde.

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Reaktionen der AfD

Der Landesvorsitzende Emil Sänze äußerte sich empört auf dem Parteitag. Er sprach von einer „Schmach“, die AfD-Politiker ertragen müssten. „Antifa-Leute“ hätten im Hotel ein Hakenkreuz aus Hack auf die Theke gesetzt. „So weit ist die Republik gekommen“, sagte Sänze und riet den Aktivisten, es „vielleicht einmal mit Arbeit zu versuchen“ statt nur mit Demonstrationen.

Hintergrund: Zentrum für Politische Schönheit

Die Gruppe ist bekannt für provokante Aktionen. Bereits im vergangenen Sommer störten Aktivisten ein ARD-Interview mit AfD-Chefin Alice Weidel im Berliner Regierungsviertel. Insgesamt kamen bei Demonstrationen rund um den Landesparteitag schätzungsweise 500 Teilnehmer zusammen.

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