AfD und Hochschulen: Wie die Partei Wissenschaft lenken könnte
Ein Essay von Jan-Martin Wiarda beleuchtet, wie die AfD nach einem möglichen Wahlsieg in Sachsen-Anhalt die Hochschulen beeinflussen könnte. Der Autor warnt vor subtilen Steuerungsmechanismen, die juristisch weniger angreifbar sind als offene Eingriffe.
Die Ausgangslage
Am Montagmorgen, dem 7. September 2026, könnte die AfD die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewonnen haben. Das vorläufige Endergebnis könnte die Partei bei über 40 Prozent sehen – und mit einer Sitzmehrheit im Parlament. Die Parteiführung wird dann rasch die Regierung übernehmen wollen und droht allen Landesbediensteten, Gegenwehr und Illoyalität strengstens zu ahnden.
Juristische Risiken offener Eingriffe
Professoren entlassen? Fächer verbieten? Das wäre juristisch riskant. Doch wie viel leichter es ist, Wissenschaft über Zielzahlen, Sonderprogramme und Mittelvergabe zu lenken, zeigt der Essay. Die Hochschulen haben verwundbare Stellen, die es zu schützen gilt.
Heilung der Hochschulen
Der Autor schlägt vor, wie man die Hochschulen widerstandsfähiger machen könnte. Dazu gehören mehr Autonomie, transparente Mittelvergabe und eine Stärkung der akademischen Selbstverwaltung. Nur so könne die Wissenschaft unabhängig bleiben.



