Die AfD hat einen neuen prominenten Fan: Russlands Präsident Wladimir Putin. Bei seinem Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg empfing Putin eine Delegation rechtsextremer AfD-Politiker. Die Reise und die dort getätigten Aussagen werfen ein Schlaglicht auf die wachsende Nähe zwischen Teilen der deutschen Opposition und dem Kreml.
AfD-Delegation in Sankt Petersburg
Eine Gruppe von AfD-Abgeordneten reiste zum Internationalen Wirtschaftsforum nach Sankt Petersburg. Dort trafen sie auf hochrangige russische Funktionäre, darunter auch Präsident Putin selbst. Die Delegation nutzte die Bühne, um scharfe Kritik an der aktuellen deutschen Politik zu üben. Sie sprachen von einer angeblichen „Entmündigung“ Deutschlands durch die EU und die USA und forderten eine Neuausrichtung der Außenpolitik.
Unheilvolle Botschaften über Deutschland
Die Reden der AfD-Politiker in Sankt Petersburg klangen für viele Beobachter bedrohlich. Sie beschworen ein Bild eines schwachen, fremdbestimmten Deutschlands, das von linksliberalen Eliten regiert werde. Stattdessen priesen sie eine nationalistische Politik, die sich eng an Russland anlehnen solle. Ein Redner sprach gar von der Notwendigkeit, die „Deutschen von der Besatzung durch die EU zu befreien“ – eine Formulierung, die an rechtsextreme Propaganda erinnert.
Putin lobt die AfD
Präsident Putin selbst zeigte sich in einem Gespräch mit westlichen Journalisten anerkennend über die AfD. Er bezeichnete die Partei als „eine der wenigen Kräfte in Europa, die noch eigenständig denkt“. Putin lobte ihre Haltung in der Ukraine-Frage und ihre Kritik an den Sanktionen gegen Russland. Die AfD sei ein „wichtiger Faktor“ für eine Neuordnung der europäischen Sicherheitsarchitektur. Diese Aussagen wurden von der AfD-Delegation begeistert aufgenommen.
Reaktionen aus Deutschland
Die Reise und die Lobeshymnen Putins lösten in Deutschland heftige Kritik aus. Politiker aller demokratischen Parteien verurteilten das Auftreten der AfD in Sankt Petersburg. Bundeskanzler Olaf Scholz sprach von einer „Schande für das deutsche Parlament“. Die AfD schade dem Ansehen Deutschlands in der Welt und stelle sich gegen die gemeinsame Außenpolitik der EU. Auch die Bundesregierung zeigte sich besorgt über die zunehmende Kooperation zwischen AfD und russischen Stellen.
Hintergründe der Reise
Die Reise der AfD-Delegation war bereits länger geplant. Sie folgt einer Reihe von Kontakten zwischen AfD-Politikern und russischen Offiziellen. Kritiker werfen der Partei vor, sich von Russland instrumentalisieren zu lassen. Die AfD hingegen betont, sie vertrete lediglich die Interessen Deutschlands und wolle den Dialog mit Russland wiederbeleben. Die Ereignisse in Sankt Petersburg zeigen jedoch, dass die Partei dabei zunehmend auf rechtsextreme Positionen einschwenkt.
Fazit
Der Auftritt der AfD in Sankt Petersburg offenbart eine gefährliche Nähe zwischen Rechtsextremen und dem Kreml. Während Putin die AfD als nützlichen Verbündeten betrachtet, riskieren die deutschen Politiker eine Isolation Deutschlands in Europa. Die unheilvollen Reden über Deutschland und die Lobeshymnen Putins sollten als Weckruf für die Demokratie verstanden werden.



