AfD-Politiker auf Russland-Forum: Neue Kontakte trotz Kritik
AfD-Politiker in St. Petersburg für neue Russland-Kontakte

Mehrere AfD-Politiker haben sich beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg, das unter der Schirmherrschaft von Kremlchef Wladimir Putin steht, für eine Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen Deutschland und Russland ausgesprochen. Die Reise erfolgte trotz einer ausdrücklichen Warnung des Auswärtigen Amts.

Frohnmaier kritisiert deutsches Engagement im Ukraine-Krieg

Der stellvertretende AfD-Fraktionschef im Bundestag, Markus Frohnmaier, betonte in einer Diskussionsrunde: „Es ist nicht im deutschen nationalen Interesse, nicht mit Russland Handel zu treiben.“ Seine Teilnahme an der Runde war vorab nicht angekündigt worden. Frohnmaier kritisierte erneut das deutsche Engagement im Ukraine-Krieg und sagte: „Es ist nicht im deutschen nationalen Interesse, sich in fremde Kriege zu involvieren.“ Seine Partei strebe eine Normalisierung des deutsch-russischen Verhältnisses an.

Treffen mit Gazprom-Chef und Kritik an Sanktionen

Bereits am Vortag hatte Frohnmaier den Chef des russischen Gaskonzerns Gazprom, Alexej Miller, getroffen. Die westlichen Sanktionen gegen Russland bezeichnete er als „völlig absurd“ und warb für eine Wiederaufnahme der günstigen russischen Gaslieferungen.

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Weitere AfD-Politiker fordern Normalisierung

Bei einer anderen Diskussionsrunde zum Thema Diplomatie und kulturelle Beziehungen sprach sich der sächsische AfD-Vorsitzende Jörg Urban dafür aus, dass russische Künstler wieder frei in Deutschland auftreten können. Auch der EU-Parlamentarier Petr Bystron und der Bundestagsabgeordnete Steffen Kotré plädierten für eine Normalisierung der Beziehungen. Sie saßen gemeinsam mit dem deutschen Dirigenten Justus Frantz auf dem Podium, der die AfD als zukünftig durchsetzungsfähig lobte.

Kremlbeauftragter lobt „Mut“ der AfD-Politiker

Kirill Dmitrijew, Kremlbeauftragter für wirtschaftliche Beziehungen, lobte als Moderator den „Mut“ der AfD-Politiker, trotz Kritik in Deutschland nach St. Petersburg gereist zu sein. Das russische Publikum reagierte mit viel Applaus auf die Vorträge der Deutschen, die sich auch gegenüber Staatsmedien äußerten.

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