AfD-Parteitag in Erfurt: Machtkämpfe und Rechtsruck prägen den Kurs
AfD-Parteitag: Machtkämpfe und Rechtsruck

Beim AfD-Parteitag in Erfurt geht es vorrangig um Machtkämpfe, berichtet SPIEGEL-Redakteurin Ann-Katrin Müller. Die rechtsextreme Partei habe sich in den letzten Wochen und Monaten hinter den Kulissen stark gestritten, wer in den neuen Bundesvorstand einziehen darf. Tatsächlich zeichne sich eine weitere Verschiebung nach rechts ab. So soll Stefan Möller, die rechte Hand von Björn Höcke in Thüringen, in den Bundesvorstand einziehen. Möller sitzt seit dieser Legislatur im Bundestag.

Weidel setzt sich mit völkischem Kurs durch

Alice Weidel und ihr Netzwerk haben sich mit einem völkischen Kurs durchgesetzt. Weidel selbst trat auf die Bühne und machte den Befürwortern einer Abschwächung der sogenannten Unvereinbarkeitsliste ein Angebot. Diese Liste soll verhindern, dass Mitglieder extrem rechter Organisationen wie der Identitären Bewegung oder der NPD in der AfD aktiv sind. Weidel versprach, der Bundesvorstand werde sich des Themas annehmen – eine Geste, die Schlagzeilen vermeiden sollte.

Parteitag startet pünktlich trotz Protesten

Der Parteitag konnte pünktlich beginnen, was bei einigen Delegierten für Häme gegenüber den Demonstrierenden sorgte, die angeblich nicht früh genug aufgestanden seien. Tatsächlich waren viele AfD-Mitglieder genervt, da sie selbst früh aufstehen und teilweise um 3 Uhr morgens in Reisebusse steigen mussten. Die Proteste hatten demnach durchaus eine Wirkung auf die Partei.

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Weidel schneidet besser ab als Chrupalla

Alice Weidel erreichte ihr Ziel: Sie schnitt deutlich besser ab als Tino Chrupalla. Dies war das erklärte Ziel ihres Netzwerkes – diesmal besser dazustehen als beim letzten Parteitag. Die Machtverschiebung innerhalb der AfD ist damit offensichtlich.

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