Mit scharfen Attacken gegen die CDU und den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner hat AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker ihren Anspruch bekräftigt, selbst ins Rote Rathaus einziehen zu wollen. „Sie können es einfach nicht“, sagte Brinker am Abend bei einer AfD-Kundgebung vor dem Regierungssitz. „Hier in Berlin wollen wir auch stärkste Kraft werden – und wir schaffen das“, so Brinker weiter. „Wir werden die blaue Wende schaffen.“
Brinker wirft Wegner „Lügereigeschichten“ vor
Brinker hielt Wegner „Lügereigeschichten“ im Zusammenhang mit dem großen Stromausfall im Berliner Südwesten Anfang Januar vor. „Das ganze Land lacht über das Tennisgate“, sagte sie. Wegner war am ersten Tag des Blackouts nicht zu den Betroffenen gefahren, hatte mittags eine Stunde Tennis gespielt, das zunächst aber verschwiegen – und dafür viel Kritik einstecken müssen.
Chrupalla fordert Wegner-Rente und „blaues Rathaus“
Der AfD-Bundesvorsitzende Tino Chrupalla forderte, Wegner müsse in Rente gehen. „Wir werden dieses Rote Rathaus zum ersten Mal blau machen.“ In Berlin sei es für die AfD besonders schwer, Wahlkampf zu machen, die Partei könne aber die 20-Prozent-Marke knacken, sagte er.
Kundgebung mit 600 Teilnehmern und Gegenprotesten
Nach Angaben der Berliner Polizei zählte die AfD-Kundgebung rund 600 Teilnehmer, an den Gegenprotesten beteiligten sich rund 200 Menschen, darunter Vertreter der Antifa und von Omas gegen Rechts. Die Veranstaltung sei weitgehend störungsfrei verlaufen. Die Polizei war selbst mit rund 540 Einsatzkräften vor Ort.



