Vier Abgeordnete der AfD nehmen am Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg teil, das unter der Schirmherrschaft des russischen Präsidenten Wladimir Putin steht. Der AfD-Politiker Markus Frohnmaier äußerte sich kritisch über den Westen: „Der Westen hat sich Russland als Feind ausgeguckt und rüstet massiv auf.“ Diese Aussage fiel im Rahmen des Forums, das als bedeutendes Treffen der internationalen Wirtschaftselite gilt.
Teilnahme trotz Kritik
Bereits im Vorfeld hatte die AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel bei einer früheren Russland-Reise scharfe Kritik an der Teilnahme geübt. Dieses Mal zeigt sie sich jedoch anders gegenüber der Reise eingestellt. Die Delegation, bestehend aus Jörg Urban, Petr Bystron, Markus Frohnmaier und Steffen Kotré, reiste nach Sankt Petersburg, um an den Diskussionen und Netzwerktreffen teilzunehmen.
Hintergrund des Forums
Das St. Petersburger Internationale Wirtschaftsforum (SPIEF) ist eine jährliche Veranstaltung, die seit 1997 stattfindet. Es dient als Plattform für den Austausch zwischen russischen und internationalen Geschäftsleuten, Politikern und Experten. In diesem Jahr steht es unter dem Eindruck der geopolitischen Spannungen zwischen Russland und dem Westen.
Die Anwesenheit der AfD-Politiker sorgt für Diskussionen, da die Partei in der Vergangenheit wiederholt durch eine prorussische Haltung aufgefallen ist. Kritiker werfen der AfD vor, die russische Position zu unterstützen und die Sanktionen gegen Russland zu missbilligen.
Reaktionen aus der Politik
Die Teilnahme stößt in anderen politischen Lagern auf Ablehnung. Vertreter von CDU, SPD und Grünen kritisierten die Reise scharf. „Die AfD zeigt einmal mehr, dass sie auf der falschen Seite der Geschichte steht“, sagte ein Sprecher der CDU. Die Bundesregierung betonte, dass die Teilnahme deutscher Politiker an Foren in Russland unter den aktuellen Umständen nicht angemessen sei.
Die AfD-Verteidiger hingegen sehen die Reise als Chance für den Dialog. „Wir müssen miteinander reden, nicht übereinander“, erklärte Frohnmaier. Die Partei betont, dass Wirtschaftsbeziehungen auch in Krisenzeiten aufrechterhalten werden sollten.



