70 Prozent: Tino Chrupalla bleibt Co-Chef der AfD auf Parteitag in Erfurt
70 Prozent: Chrupalla bleibt AfD-Co-Chef in Erfurt

AfD-Co-Chef Tino Chrupalla ist auf dem Bundesparteitag der Partei in Erfurt mit 70 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt worden. Das Ergebnis fällt im Vergleich zur letzten Wahl vor zwei Jahren in Essen deutlich schwächer aus, als er knapp 83 Prozent erhalten hatte. 2022 lag die Zustimmung für den 51-jährigen Sachsen bei nur 53,4 Prozent.

Chrupalla bekräftigt Machtanspruch der AfD

In seiner Bewerbungsrede betonte Chrupalla den Anspruch der AfD auf Regierungsbeteiligung: „Wir wollen regieren“, sagte er. Man sei zu einer Volkspartei gewachsen und habe die Oppositionsarbeit beherrscht. „Und wir werden regieren, zuerst in einem Land, dann im Bund“, so Chrupalla. „Und man wird uns Steine in den Weg legen, wo es nur geht.“ Er rief dazu auf, gut vorbereitet zu sein.

Der Malermeister, der einst von AfD-Mitgründer Alexander Gauland gefördert wurde, steht seit November 2019 an der Spitze der AfD. Zunächst führte er die Partei gemeinsam mit Jörg Meuthen, der die AfD später verließ, weil sie ihm zu radikal wurde. Chrupalla ist damit der dienstälteste Vorsitzende in der Geschichte der 2013 gegründeten Partei. Vor wenigen Tagen übertraf er Meuthens Amtszeit.

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Gemeinsame Führung mit Alice Weidel

Seit Juni 2022 führt Chrupalla die AfD zusammen mit Alice Weidel, die sich zur prominenten Führungsfigur entwickelt hat. Weidel war sogar zur Kanzlerkandidatin für die Bundestagswahl 2025 ausgerufen worden. Der Parteitag in Erfurt bestätigte damit die Doppelspitze.

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