Unscheinbare Anzeichen: Wie Arthrose bei Katzen erkannt wird
Arthrose verursacht bei Katzen chronische Gelenkschmerzen, die oft lange unentdeckt bleiben. Ältere Katzen springen plötzlich nicht mehr aufs Regal, meiden Treppen oder wirken beim Laufen steif. Hinter solchen Veränderungen steckt häufig Arthrose – eine schmerzhafte Gelenkerkrankung, die bei Katzen oft lange unbemerkt bleibt.
Gerade deshalb lohnt es sich, auf vermeintlich kleine Veränderungen im Verhalten zu achten. Oft sind sie die ersten Hinweise darauf, dass die Gelenke bereits Schmerzen verursachen.
Wenn kleine Veränderungen auffallen
Katzen zeigen Schmerzen meist nur sehr zurückhaltend. Statt offensichtlicher Beschwerden fallen zunächst kleine Veränderungen im Alltag auf. Die Tiere schlafen mehr, spielen weniger, nutzen ihren Kratzbaum seltener oder ziehen sich stärker zurück. Auch Probleme beim Springen, eine steifere Bewegung oder Schwierigkeiten bei der Fellpflege können Hinweise sein, berichtet PETBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer).
Diese Symptome können auf Arthrose bei Katzen hindeuten:
- Gewichtszunahme aufgrund von Bewegungsmangel
- Gewichtsverlust, weil sie schmerzbedingt seltener zum Futternapf gehen
- Freigänger bleiben häufiger im Haus
- Wohnungskatzen meiden erhöhte Liegeplätze
- Körperpflege leidet, da bestimmte Bewegungen nicht mehr ausgeführt werden können und das Fell stumpf und struppig wird
- Empfindliche Reaktionen auf Berührungen
- Unsauberkeit, da der Einstieg in die Katzentoilette Schmerzen bereitet
Diagnose und Behandlung
Die Anzeichen werden leicht als normale Alterserscheinungen missverstanden. Genau das erschwert die Diagnose. Besteht der Verdacht auf Arthrose, sollte die Katze tierärztlich untersucht werden. Mithilfe von Röntgen oder Ultraschall lassen sich Gelenkveränderungen erkennen.
Neben dem Alter können auch genetische Veranlagungen, Fehlbildungen der Gelenke, frühere Verletzungen oder Entzündungen die Erkrankung begünstigen.
Ist Arthrose bei der Katze heilbar?
Heilbar ist Arthrose nicht. Die Behandlung zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und das Fortschreiten der Erkrankung möglichst zu verlangsamen. Zum Therapieplan gehören häufig Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente. Ergänzend kann Physiotherapie helfen, die Gelenke beweglich zu halten und die Muskulatur zu stärken.
Kleine Hilfen im Alltag
Auch ein angepasstes Zuhause kann betroffenen Katzen den Alltag erleichtern. Gut erreichbare Schlafplätze, Rampen statt großer Sprünge, Kratzbäume mit niedrigen Ebenen und Katzentoiletten mit flachem Einstieg helfen, die Gelenke zu entlasten. Oft reichen bereits solche Anpassungen aus, um die Lebensqualität arthrosekranker Haustiere spürbar zu verbessern.
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