Rewe-Chef skeptisch gegenüber geplanter Zuckerabgabe
Rewe-Chef skeptisch gegenüber geplanter Zuckerabgabe

Die Bundesregierung plant ab 2028 eine Abgabe auf zuckergesüßte Getränke. Die Einnahmen werden auf rund 450 Millionen Euro jährlich geschätzt. Während Verbraucherorganisationen wie Foodwatch die Abgabe begrüßen, zeigt sich die Lebensmittelbranche verhalten.

Rewe-Chef Lionel Souque äußerte sich skeptisch: „Da muss man sich immer genau anschauen, was es bringt. Mit Blick auf die Gesundheitswirkung hat die Zuckersteuer in Großbritannien offenbar keinen eindeutigen Erfolg.“ In Großbritannien gilt seit 2018 eine Zuckerabgabe, die den Zuckergehalt in Getränken laut Foodwatch um 35 Prozent senkte.

Souque verwies auf Eigeninitiative: „Wir reduzieren bei allen unseren Eigenmarken bereits Salz, Zucker und Zusatzstoffe – soweit das geschmacklich geht. Und wir setzen auf klare Informationen und Auswahl – statt auf neue Abgaben. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass die Menschen selbst entscheiden sollen.“

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Die Einnahmen aus der geplanten Abgabe sollen laut Gesetzentwurf der gesetzlichen Krankenversicherung zugutekommen, auch für Präventionsmaßnahmen. Gesundheitsexperten fordern eine solche Steuer seit Jahren. Laut WHO gab es 2024 in 116 Staaten eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke, darunter Frankreich, Polen und das Vereinigte Königreich.

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