Theatergruppe 'Furchtlose Bühnengang' begeistert in Torgau: Suchtkranke teilen Lebenswege
Suchtkranke begeistern mit Theater in Torgau

Theatergruppe 'Furchtlose Bühnengang' begeistert Publikum in Torgau mit bewegenden Auftritt

Mitglieder der Heporö-Theatergruppe „Die furchtlose Bühnengang“ aus Gielsdorf haben in der Heimerer Schule in Torgau einen beeindruckenden Auftritt hingelegt. Die Gruppe, die zur soziotherapeutischen Einrichtung Heporö gGmbH gehört, führte mehrere Sketche auf und kam anschließend mit den Schülern ins Gespräch über ihre persönlichen Lebenswege, die von Alkohol- und Drogensucht geprägt sind.

Von der Bühnenangst zur Bühnenbegeisterung

Marco Schneider, ein Klient der Heporö gGmbH, berichtet von seiner persönlichen Entwicklung: „Früher hätten mich keine zehn Pferde auf die Bühne gekriegt.“ Heute empfindet der ehemals schüchterne Mann kaum noch Lampenfieber, wenn er vor Publikum auftritt. „Es macht mir Spaß“, erklärt Schneider, der wie alle Gruppenmitglieder nach dem Besuch in Torgau ein durchweg positives Fazit zieht.

Intensive Gespräche nach der Vorstellung

Nach den humorvollen Sketchen entwickelte sich ein tiefgehendes Gespräch zwischen den Klienten und den angehenden Ergotherapeuten und Erziehern der Heimerer Schule. Die Mitglieder der Theatergruppe beantworteten offen Fragen zu ihrem Sucht- und Therapieverlauf und zeigten sich erfreut über das große Interesse an ihren persönlichen Geschichten.

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Die Heporö gGmbH betreibt soziotherapeutische Einrichtungen an mehreren Standorten in Sachsen-Anhalt, darunter in Zemnick, Meltendorf und Gielsdorf. Die Theatergruppe „Die furchtlose Bühnengang“ dient dabei nicht nur der kreativen Entfaltung, sondern auch der gesellschaftlichen Integration und dem Austausch über schwierige Lebenserfahrungen.

Positive Resonanz und zukünftige Projekte

Die Veranstaltung in Torgau hat gezeigt, wie Kunst und persönlicher Austausch Brücken zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen schlagen können. Die Schüler zeigten sich beeindruckt von der Offenheit und dem Mut der Theatergruppe, ihre Geschichten zu teilen. Solche Begegnungen tragen maßgeblich zur Entstigmatisierung von Suchterkrankungen bei und fördern das Verständnis für therapeutische Prozesse.

Die Heporö gGmbH plant weitere Auftritte der „Furchtlosen Bühnengang“ in Bildungseinrichtungen der Region, um den Dialog zwischen Suchtkranken und der Gesellschaft weiter zu vertiefen. Durch diese künstlerische Arbeit gewinnen die Klienten nicht nur an Selbstvertrauen, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag zur Aufklärung und Prävention.

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