Thomas Rühmann inszeniert NS-Zwangsarbeiterinnen-Geschichte als szenische Lesung
Rühmann bringt NS-Zwangsarbeiterinnen-Geschichte auf Bühne

Schauspieler Thomas Rühmann inszeniert bewegende NS-Zeit-Geschichte

Der bekannte Schauspieler Thomas Rühmann (70) bringt gemeinsam mit Kolleginnen aus den beliebten Arztserien „In aller Freundschaft“ und „Die jungen Ärzte“ eine ergreifende Geschichte von NS-Zwangsarbeiterinnen auf die Bühne. Die szenische Lesung mit dem Titel „Sie waren neun. Der Weg in die Freiheit“ wird in der kommenden Woche an mehreren historischen Orten in Sachsen und Brandenburg zu erleben sein.

Aufführungsorte und Termine

Die Veranstaltung findet in der Nikolaikirche in Leipzig, im Dom in Wurzen sowie in Oschatz, Dresden und schließlich in Rühmanns eigenem Theater am Rand im Oderbruch statt. Bereits jetzt sind die beiden Aufführungen im Wurzener Dom komplett ausverkauft, ebenso wie die Lesung im Theater am Rand. Karten sind jedoch noch für die Termine in Leipzig, Oschatz und Dresden erhältlich.

Die wahre Geschichte hinter der Inszenierung

Erzählt wird die authentische und bewegende Geschichte von neun jungen Frauen, die Konzentrationslager, Zwangsarbeit und einen Todesmarsch während der NS-Zeit überlebten. Neun talentierte Schauspielerinnen – darunter Andrea Kathrin Loewig, Marijam Agischewa und Julia Jäger – geben den Frauen in der szenischen Lesung eine Stimme und Gesicht.

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Grundlage der Inszenierung bildet das Buch „Sie waren neun“ der US-amerikanischen Autorin Gwen Strauss. Besonders bemerkenswert ist, dass die Übersetzung des Werkes von Jugendlichen der Evangelischen Kirchenjugend unter der Leitung des Diakons Fabian Hanspach erstellt wurde. Für diese herausragende Leistung wurden die Jugendlichen im Jahr 2025 in Wurzen mit dem renommierten Margot Friedländer Preis ausgezeichnet.

Rühmanns Motivation für das Projekt

Das Thema der NS-Zwangsarbeit und Erinnerungskultur liegt Thomas Rühmann besonders am Herzen. Der Schauspieler betonte in einem Statement: „Das Thema ist mir wichtig, weil wir in einer Zeit leben, in der viele Menschen Geschichte umdeuten wollen.“ Er zitierte dabei die bekannte Autorin Christa Wolf mit den Worten: „Vergangenheit vergeht nicht.“

Rühmann fügte nachdenklich hinzu: „Wenn wir unsere Geschichte vergessen, kriegen wir auch die Zukunft nicht hin. Die Gegenwart sowieso nicht. Oder nur sehr zögerlich, wie im Moment.“ Mit dieser szenischen Lesung möchte er einen Beitrag dazu leisten, dass die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachgehalten wird und die historischen Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten.

Die Inszenierung verbindet somit künstlerische Darstellung mit historischer Aufarbeitung und schafft einen berührenden Zugang zu einem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte. Durch die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen, die das Buch übersetzt haben, entsteht zudem eine generationenübergreifende Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.

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