Nancy Sinatra empört über Trumps Nutzung von Frank Sinatras 'My Way'
Die US-Sängerin Nancy Sinatra, Tochter des legendären Entertainers Frank Sinatra, hat sich entsetzt über US-Präsident Donald Trump gezeigt, nachdem dieser einen Mitschnitt des Evergreens My Way aus einem Konzert ihres Vaters auf seinem Truth-Social-Account gepostet hat. In einer scharfen Reaktion bezeichnete die als Kritikerin von Trump bekannte Künstlerin diesen Schritt am Sonntag als Gotteslästerung, ohne dies weiter zu erläutern.
Nutzer machen Sinatra auf Trumps Post aufmerksam
Nancy Sinatra wurde durch Nutzer auf den Post des US-Präsidenten aufmerksam gemacht, der den Song kommentarlos am Samstag veröffentlicht hatte. Ein Nutzer schrieb dazu: Oh mein Gott, @NancySinatra wird darüber nicht erfreut sein. Trump widerspricht allem, wofür Frank stand. Er war ein großer Verfechter der Gleichberechtigung und unterstützte die Bürgerrechtsbewegung. Daraufhin antwortete Nancy Sinatra mit den drastischen Worten: Das ist eine Gotteslästerung.
Sinatra sieht keine Handlungsmöglichkeit
Auf die Frage von Nutzern, ob sie nicht rechtlich gegen die Nutzung des Liedes vorgehen könne, erklärte Nancy Sinatra, dass nur die Verleger hier etwas ausrichten könnten. Es ist wichtig zu betonen, dass das Lied My Way nicht von Frank Sinatra selbst stammt, sondern von anderen Künstlern geschrieben wurde, was die rechtliche Situation zusätzlich verkompliziert.
Die Reaktion von Nancy Sinatra unterstreicht die tiefe emotionale Verbindung, die sie zum Erbe ihres Vaters hat, und ihre Ablehnung gegenüber Trump, den sie offenbar als nicht würdig erachtet, das Werk ihres Vaters zu nutzen. Dieser Vorfall fügt sich ein in eine Reihe von Kontroversen, in denen Trump kulturelle Symbole für seine politischen Zwecke instrumentalisiert hat.
Die öffentliche Debatte um diesen Post zeigt, wie Musik und kulturelles Erbe im politischen Kontext instrumentalisiert werden können und welche emotionalen Reaktionen dies bei den Nachkommen der Künstler auslösen kann. Nancy Sinatras scharfe Kritik reflektiert dabei nicht nur persönliche Empfindungen, sondern auch eine breitere gesellschaftliche Diskussion über die Aneignung von Kulturgütern in der Politik.



