Ikke Hüftgold im Steckbrief: Vom Gartenbauer zum Mallorca-Star
Ikke Hüftgold: Vom Gartenbauer zum Partykönig

Früher verachtete er Partyschlager-Musik, heute gehört er mit seinen Hits zu den Szenegrößen Mallorcas: Ikke Hüftgold (49). Dass es irgendwann so kommen würde, hat der gebürtige Limburger selbst nicht erwartet. Seine Karriere begann mit einer Wette – und daraus entstand eine Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält.

Werdegang von Ikke Hüftgold

Matthias Distel, bürgerlicher Name von Ikke Hüftgold, führte vor seiner Schlagerkarriere ein bodenständiges Leben. Er eröffnete einen Gartenbaubetrieb und pflegte eine Leidenschaft für Rockmusik, die bis heute anhält. Lange Zeit war er in verschiedenen Bands aktiv. Kaum zu glauben, aber vor seinem Durchbruch als Partyschlager-Sänger verdiente Distel sein Geld unter anderem mit der Produktion von Kinderhörspielen. An dieser Musik fand er damals überhaupt keinen Gefallen – bis eine schicksalhafte Wette alles änderte: Ein Freund wettete, er könne keinen Partyschlager-Hit produzieren. Distel hielt dagegen, schrieb den Song, der zum Hit wurde, gewann die Wette und entwickelte trotz anfänglicher Abneigung eine Leidenschaft für das Genre.

Danach ging es schnell: Die Kunstfigur Ikke Hüftgold entstand. 2009 feierte der Musiker seinen ersten Auftritt im legendären „Bierkönig“ auf Mallorca mit der Single „Saufen ist scheiße, doch wir machen’s trotzdem“. Schnell etablierte er sich als gefragte Kultfigur mit teilweise über 150 Auftritten pro Jahr. Auf Mallorca war er sogar für kurze Zeit der meistgebuchte deutsche Künstler. In den Folgejahren produzierte er viele eigene Schlagerhits – auch für andere Musiker wie Willi Herren, Jürgen Milski oder Mia Julia. Hüftgold wirkte auch an dem Song „Johnny Däpp“ (Lorenz Büffel) mit, wofür er 2018 die Goldene Schallplatte erhielt; 2020 wurde der Song mit Platin ausgezeichnet.

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2023 wagte der Musiker eine neue Herausforderung: Mit seinem Song „Lied mit gutem Text“ trat er als Deutschland-Kandidat beim Vorentscheid des Eurovision Song Contest an. Trotz großer Fangemeinde erreichte er nur Platz zwei.

Skandale und TV-Auftritte

Zwar ist Ikke Hüftgold ein geborener Entertainer, ins Unterhaltungsfernsehen zog es ihn jedoch eher selten. 2020 nahm er an der 8. Staffel von „Promi Big Brother“ teil. Ansonsten war er vor allem in Doku- und Reportageformaten wie „Goodbye Deutschland! Die Auswanderer“ und der RTL+-Reihe „Die Summerfields – Ikke Hüftgold und das Party-Schlager-Imperium“ zu sehen. Auch in diversen Talkshows war er bereits zu Gast.

Im Laufe seiner Karriere sorgte der Musiker auch für den einen oder anderen Skandal: 2016 flog er nach einer umstrittenen Freibier-Aktion aus dem „Bierkönig“ und erhielt zeitweise Auftrittsverbot. 2021 brach er Dreharbeiten für die Sat.1-Show „Plötzlich arm, plötzlich reich“ vorzeitig ab und erhob schwere Vorwürfe gegen die Produktion, woraufhin die Sendung eingestellt wurde.

Ikke Hüftgold privat

Ende 2021 präsentierte sich Ikke Hüftgold während einer Kunstausstellung in Werl erstmals mit seiner neuen Freundin Nina Reh aus Hessen. Sie unterstützt ihn nicht nur als Tour-Managerin, sondern steht auch selbst mit ihm auf der Bühne. Seit 2025 ist sie ebenfalls im Schlagergeschäft aktiv. Anfang April 2026 gab das Paar seine Verlobung bekannt – den Antrag machte Distel während eines Kurztrips in Paris. Wann die Hochzeit stattfindet, ist noch offen. Für Ikke Hüftgold ist es die zweite Ehe: Aus einer früheren Beziehung hat er zwei Töchter.

Ikke Hüftgolds Top-Hits

Seine Lieder drehen sich ums Trinken und Feiern – und kommen beim Publikum bestens an. Hüftgold selbst bezeichnet seine Werke als Satiremusik. Eine Auswahl seiner bekanntesten Hits: 2014 – „Dicke Titten, Kartoffelsalat“; 2014 – „So gehn die Gauchos (So gehn die Deutschen)“ mit Willi Herren; 2015 – „Wenn ich wieder nüchtern bin“; 2018 – „Schon wieder besoffen“; 2020 – „Modeste Song“; 2020 – „Eine Muh, eine Mäh“; 2021 – „Unten kommt die Gurke rein“ mit „Die Sacknähte“; 2022 – „Lied mit gutem Text“; 2023 – „Bumsbar“ mit DJ Robin und Schürze; 2025 – „Gottlos“ mit DJ Cashi und Specktakel; 2025 – „Oh' ich sauf heut' Nacht“ mit Calvin Kleinen; 2026 – „Krabbe“ mit Isi Glück und Nina Reh; 2026 – „Hang zum Saufen“.

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