Leipziger Buchpreis: Vier Autorinnen und ein Österreicher auf der Belletristik-Shortlist
Leipziger Buchpreis: Autorinnen dominieren Belletristik-Shortlist

Leipziger Buchpreis: Autorinnen dominieren die Belletristik-Shortlist

Die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse hat die Nominierten für die diesjährige Auszeichnung bekanntgegeben. In der Belletristik-Sparte zeigt sich eine klare Dominanz von Autorinnen: Vier Schriftstellerinnen und ein männlicher Autor aus Österreich stehen auf der Shortlist.

Vielfältige literarische Welten im Wettbewerb

Die nominierten Autorinnen und Autoren entführen ihre Leserschaft in unterschiedlichste Welten. Ihre Geschichten reichen von Kasachstan über die Hamburger Reeperbahn zur Nazizeit bis hin zu Österreich im 20. Jahrhundert. Die Juryvorsitzende Katrin Schumacher beschrieb den Auswahlprozess als intensive literarische Reise: „Wir haben uns durch Welten gelesen und diskutiert, haben uns Können und Experiment, Leidenschaft und Kunst als Wegmarken gesetzt, sind durch die Gegenwartsliteratur gerauscht und haben es uns nicht leicht gemacht.“

Etablierte Namen und ein Debütroman

Unter den Nominierten finden sich sowohl bekannte Gesichter als auch neue Stimmen:

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  • Helene Bukowski (Jahrgang 1993) zählt mit ihrem Werk „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ zu den jüngeren Autorinnen auf der Liste.
  • Norbert Gstrein, der einzige männliche Nominierte aus Österreich, ist ein vielfach ausgezeichneter Autor, der bereits den österreichischen Buchpreis erhielt.
  • Anja Kampmann und Katerina Poladjan sind bereits bekannte Namen auf der Leipziger Shortlist, beide waren mit vorherigen Werken ebenfalls nominiert.
  • Elli Unruh schaffte es mit ihrem Debütroman „Fische im Trüben“ in die Auswahl.

Die vollständige Belletristik-Shortlist in alphabetischer Reihenfolge:

  1. Helene Bukowski: „Wer möchte nicht im Leben bleiben“
  2. Norbert Gstrein: „Im ersten Licht“
  3. Anja Kampmann: „Die Wut ist ein heller Stern“
  4. Katerina Poladjan: „Goldstrand“
  5. Elli Unruh: „Fische im Trüben“

Drei Sparten werden ausgezeichnet

Der Preis der Leipziger Buchmesse zeichnet sich dadurch aus, dass er als einzige große Branchen-Auszeichnung neben Belletristik auch Sachbücher und Übersetzungen würdigt. In der Sachbuch-Kategorie wurden fünf Werke nominiert, darunter historische Untersuchungen und gesellschaftskritische Analysen.

Besonders bemerkenswert ist die Vielfalt der nominierten Übersetzungen, die ein breites Spektrum europäischer Sprachen abdecken: von Niederländisch über Isländisch und Spanisch bis hin zu Ungarisch und Katalanisch.

Hohe Beteiligung und attraktive Preisgelder

Insgesamt hatten 177 Verlage 485 Werke für den Preis eingereicht – ein deutliches Zeichen für die Bedeutung dieser literarischen Auszeichnung. Der Preis ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert: Die Gewinner jeder Kategorie erhalten 15.000 Euro, während alle Nominierten jeweils 1.000 Euro bekommen.

Die Preisverleihung findet traditionell am ersten Tag der Leipziger Buchmesse statt, diesmal am 19. März 2026. Die Buchmesse selbst öffnet vom 19. bis 22. März ihre Tore, und die Veranstalter rechnen mit rund 300.000 Besucherinnen und Besuchern. Im Vorjahr waren bereits 296.000 Gäste zur Messe und dem begleitenden Festival „Leipzig liest“ gekommen – ein Rekord, der in diesem Jahr möglicherweise übertroffen werden könnte.

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