Neue ZDF-Krimireihe 'Im Grunde Mord': Geschwister-Ermittler im Teutoburger Wald
ZDF-Krimi 'Im Grunde Mord': Geschwister-Ermittler im Teutoburger Wald

Neue ZDF-Krimireihe 'Im Grunde Mord' ermittelt im Teutoburger Wald

Dunkle Wälder, tiefe Täler und uralte Familiengeheimnisse bilden die Kulisse für die brandneue ZDF-Krimireihe 'Im Grunde Mord'. Das Ermittlerteam besteht aus dem ungewöhnlichen Geschwisterpaar Paula und Leon Schäfer, gespielt von Hanna Plaß und Jakob Benkhofer, die nicht nur Verbrechen bekämpfen, sondern auch mit ihren eigenen Konflikten ringen müssen.

Regionaler Schwerpunkt mit doppeltem Boden

Die Serie setzt einen speziellen regionalen Fokus auf den Teutoburger Wald im Osten Nordrhein-Westfalens. Die erste Folge mit dem Titel 'Blutsbande' spielt in Detmold im Kreis Lippe – einer Gegend, die selbst vielen Nordrhein-Westfalen eher unbekannt ist, obwohl sie die Heimat von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Schauspielerin Iris Berben darstellt.

Der Titel der Auftaktfolge hat einen doppelten Boden: Während ein tödlicher Sturz von den mystischen Externsteinen die Ermittlungen auslöst, geht es gleichzeitig um die komplizierten Familienbande zwischen den Geschwistern Schäfer. Paula kehrt nach Jahren in Hamburg für eine Schwangerschaftsvertretung in ihre Heimat zurück, was bei Bruder Leon auf wenig Begeisterung stößt.

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Spannungsgeladene Dynamik zwischen den Ermittlern

'Wollen wir vielleicht mal zusammen einen Kaffee trinken? Ehrlich, ist doch keine schöne Stimmung!', kommentiert der genervte Rechtsmediziner Ralf Ächterdiek, gespielt von Robert Schupp, die angespannte Atmosphäre zwischen den Geschwistern. Die ständigen Wortgefechte und der unterschwellige Geschwisterzwist prägen die Ermittlungsarbeit.

Produzent Bernd von Fehrn beschreibt das Ermittlerduo als 'herrliches Beziehungs-Ensemble einer quasi Patchwork-Familie'. Die Serie lässt bewusst Raum für die persönlichen Probleme, Konflikte und innerfamiliären Spannungen der Hauptfiguren, was der Handlung zusätzliche Tiefe verleiht.

Landschaftliche Highlights und starke Besetzung

Die Serie nutzt die markante Landschaft des Teutoburger Waldes optimal aus: Das imposante Hermannsdenkmal, die sagenumwobenen Externsteine und die dichten Wälder werden zu integralen Bestandteilen der Handlung. Regisseur Bruno Grass und Autor Stefan Rogall stellen in der ersten Folge nicht nur das Ermittlerteam und die Region vor, sondern weben gleichzeitig eine komplexe Kriminalgeschichte.

Die Besetzung überzeugt bis in die kleinsten Nebenrollen: Ann-Kathrin Kramer spielt Staatsanwältin Britta Everslage, Julika Jenkins übernimmt die Rolle der Ärztin Dr. Yvonne Hoffmann, und Bernhard Schir verkörpert den ambitionierten Unternehmer Torsten Brokämper. Selbst der österreichische Schauspieler Bernhard Schir (bekannt aus 'Vorstadtweiber') bereichert das Ensemble als packend gespielter Unternehmer, den es in die Politik zieht.

Verschlungene Handlungsstränge und politische Untertöne

Die Ermittlungen deuten auf eine Gruppe von Radikalen hin, die im Kreis Lippe für Unruhe sorgen. Gleichzeitig werden die komplizierten Familienverhältnisse der Schäfer-Geschwister aufgedröselt: Die Mutter ist lange tot, das Verhältnis zum pensionierten Polizeivater schwer gestört, und die Staatsanwältin scheint eine Art Pflegemutter-Rolle übernommen zu haben.

'Insgeheim plant sie doch schon wieder ihren Absprung, oder nicht?', wirft Bruder Leon seiner Schwester vor und reitet auf ihrem unsteten Lebenswandel herum. Diese persönlichen Konflikte drohen zeitweise sogar den eigentlichen Mordfall in den Hintergrund zu drängen, werden aber dennoch professionell gelöst.

Die neue ZDF-Krimireihe 'Im Grunde Mord' verbindet thus regionale Authentizität mit zwischenmenschlichen Spannungen und klassischer Krimi-Unterhaltung – ein vielversprechender Start für Ermittlungen im Schatten des Hermannsdenkmals.

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