Stuckrad-Barre verewigt Lindenberg-Spitznamen "Stuckiman" im Personalausweis
Udo Lindenberg hat zahlreiche begeisterte Anhänger, doch einer seiner größten Fans ist zweifellos der Autor Benjamin von Stuckrad-Barre. Um seiner Bewunderung für den Panikrocker ein dauerhaftes Zeichen zu setzen, hat sich Stuckrad-Barre den von Lindenberg für ihn gewählten Spitznamen "Stuckiman" amtlich in seinen Personalausweis eintragen lassen. Dieser ungewöhnliche Schritt unterstreicht die tiefe Verbundenheit zwischen dem Schriftsteller und seiner musikalischen Ikone.
Eine lebenslange Verehrung für Udo Lindenberg
Seit seiner Kindheit ist Benjamin von Stuckrad-Barre ein bekennender Udo-Lindenberg-Fan. In seinem Bestseller "Panikherz" beschrieb er den Musiker als eine Art "großen Bruder", dessen Werk ihn nachhaltig geprägt hat. Berichten zufolge stand Lindenberg dem Autor sogar in einer schweren Lebenskrise bei, die durch Drogenmissbrauch verschärft wurde. Diese enge Beziehung spiegelt sich auch in literarischen Projekten wider: 2016 veröffentlichte Stuckrad-Barre ein Udo-Lexikon von A bis Z, das jedoch schnell vergriffen war.
Nun, kurz vor dem 80. Geburtstag Lindenbergs am 17. Mai, soll eine erweiterte und aktualisierte Auflage erscheinen: "Udo Fröhliche – Alles über Udo Lindenberg – von Alkohol bis Zigarre". Stuckrad-Barre betont: "Udo ist nun mal eine Jahrhundertfigur." Er sieht es als seine Aufgabe an, "von Udo zu erzählen und festzuhalten, wer er ist". Das Buch behandelt typische Themen aus dem Leben des Künstlers, darunter Alkohol, Cello, Doppelgänger, Eierlikör, Hut, Jetlag, Panik, Reeperbahn, Rollschuhe, Sonnenbrille, Wortschöpfungen und Zigarre.
Der Spitzname "Stuckiman" als amtliches Dokument
Udo Lindenberg ist bekannt dafür, dass er Freunden und Bekannten oft kreative Spitznamen verleiht. Für Benjamin von Stuckrad-Barre lautet dieser "Stuckiman". Der Autor erklärt: "Den mag ich so gerne, dass ich ihn sogar als Künstlernamen in meinen Ausweis habe eintragen lassen." Sein Motiv war es, den "Udo-Spirit" in ein beglaubigtes staatliches Dokument zu integrieren, da sich Bürokratie und Lindenbergs freigeistige Art widersprechen: "Bürokratie und Udo – das sind ja zwei Antipoden."
Die Umsetzung dieses Vorhabens war jedoch nicht einfach. Die Sachbearbeiterin im Einwohnermeldeamt zeigte sich zunächst skeptisch und meinte: "Ja sehr witzig, das kann ja jeder sagen, Udo nennt mich soundso. Das lassen wir mal schön bleiben." Doch Stuckrad-Barre überzeugte sie, indem er sie bat, den Spitznamen bei Google zu suchen, wo zahlreiche Treffer auftauchten. Daraufhin willigte sie ein, und seit 2018 trägt sein Ausweis offiziell den Namen "Stuckiman".
Diese Anekdote illustriert nicht nur die besondere Beziehung zwischen Autor und Musiker, sondern auch die humorvolle Art, wie persönliche Leidenschaften in den Alltag integriert werden können. Stuckrad-Barres Initiative zeigt, wie sehr Lindenbergs Einfluss über die Musik hinausreicht und sogar in behördlichen Dokumenten Spuren hinterlässt.



