Sächsischer Filmpreis für Animationsfilm „Gaïa“ über Gewalt gegen Natur und Mensch
Sächsischer Filmpreis für Animationsfilm „Gaïa“ über Gewalt

Filmfest Dresden vergibt 17 Auszeichnungen – Höchstdotierter Preis für deutsch-französische Regisseurin

Das 38. Filmfest Dresden hat seine Preisträger gekürt. Insgesamt wurden 17 Auszeichnungen im Gesamtwert von 72.500 Euro an Kurzfilme aus aller Welt vergeben. Die mit 20.000 Euro höchstdotierte Ehrung, der Sächsische Filmförderpreis, geht in diesem Jahr an die deutsch-französische Regisseurin Gwenola Heck für ihren Animationsfilm „Gaïa“.

Jury begründet Entscheidung für „Gaïa“ mit thematischer Tiefe

Die Jury des Nationalen Wettbewerbs lobte den Gewinnerfilm als herausragendes Werk, das eine Parallele zwischen Gewalt gegen die Natur und gegen den menschlichen Körper zieht. Gwenola Heck, die in Deutschland arbeitet, erhielt die Auszeichnung für ihre künstlerische Auseinandersetzung mit diesem brisanten Thema. Das Filmfest Dresden teilte mit, dass acht Jurys und das Publikum ihre Favoriten aus 65 Kurzfilmen in drei Wettbewerbskategorien wählten:

  • Nationaler Wettbewerb
  • Mitteldeutscher Wettbewerb
  • Internationaler Wettbewerb

Nationaler Wettbewerb: Goldener Reiter für energiegeladenes Frauendrama

Im Nationalen Wettbewerb gewann der Kurzfilm „Bleifrei 95“ von Emma Hütt und Tina Muffler den Goldenen Reiter für den besten Kurzfilm. Die Jury beschrieb das Werk der Filmemacherinnen aus Deutschland und Österreich als eine berauschende Nacht, die auf eine energiegeladene und kraftvolle Tour de Force durch das Leben dreier Frauen mitnimmt. Als bester Animationsfilm wurde „Procrastination Yoga“ von Paulina Martyna Ziolkowska ausgezeichnet, der in Dresden seine Weltpremiere feierte.

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Mitteldeutscher und Internationaler Wettbewerb mit vielfältigen Gewinnern

Im Mitteldeutschen Wettbewerb erhielt die Leipziger Filmemacherin Alina Cyranek den Goldenen Reiter für ihren Film „Unbemerkt verstorben“. Die Jury betonte, dass der Film das Ende eines Lebens über zurückgelassene Dinge wie Möbel, Papiere und Staub beobachtet und durch eine zurückhaltende, wortlose Erzählweise seine Wirkung entfaltet. Im Internationalen Wettbewerb ging der Goldene Reiter für den besten Kurzfilm an „Water Sports“ von Whammy Alcazaren aus den Philippinen, während der Animationspreis an „Paradaïz“ von Matea Radic aus Kanada verliehen wurde.

Alle Gewinnerfilme am letzten Festivaltag noch einmal zu sehen

Das Filmfestival Dresden feierte in diesem Jahr seine 38. Auflage und bot ein breites Programm. Alle prämierten Filme sind am letzten Festivaltag, dem Sonntag, noch einmal in mehreren Kinos zu erleben:

  1. Filmtheater Schauburg
  2. Programmkino Ost
  3. Kino im Kasten
  4. Zentralkino

Die Veranstaltung unterstreicht einmal mehr die Bedeutung Dresdens als lebendigen Ort für Filmkunst und kulturellen Austausch.

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