Neustart beim München-Tatort: Ferdinand Hofer und Carlo Ljubek übernehmen das Kommissariat
Neustart beim München-Tatort: Hofer und Ljubek übernehmen

Neue Ära beim München-Tatort: Ferdinand Hofer und Carlo Ljubek starten als Ermittlerduo

Eine Ära geht zu Ende, eine neue beginnt: Nachdem sich Udo Wachtveitl (67) und Miroslav Nemec (71) nach 35 Jahren und 100 Folgen als Kommissare Franz Leitmayr und Ivo Batic offiziell vom München-Tatort verabschiedet haben, übernehmen Ferdinand Hofer (32) und Carlo Ljubek (49) das Ruder. Die beiden Schauspieler stehen vor der Herausforderung, eine der erfolgreichsten Krimireihen des deutschen Fernsehens fortzuführen.

Respektvoller Neuanfang mit frischem Wind

Im Interview mit der AZ spricht Ferdinand Hofer über den Übergang und seine Herangehensweise. "Es ist schon was Besonderes", gesteht der Oberbayer. "Ich glaube, dem Ganzen kann man nur begegnen, indem man einen Neuanfang macht – und das haben wir getan. Es ist falsch, sich da zu vergleichen. Deswegen gehen wir das einfach mit neuem, frischem Wind an."

Hofer, der bisher als Kriminaloberkommissar Kalli Hammermann die zweite Geige hinter den etablierten Kommissaren spielte, betont die Entwicklung der Figuren: "Wir haben jetzt zwei Tatort-Filme gedreht. Die Figuren lernen sich ja auch erst kennen und wachsen in den ersten Filmen zusammen. Diese Entwicklung zu beobachten ist auch das, was den Zuschauerinnen und Zuschauern gefallen könnte – hoffe ich."

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Abschiedsfest für die Tatort-Urgesteine

Die letzte gemeinsame Drehzeit mit Wachtveitl und Nemec wurde mit einem besonderen Abschlussfest gewürdigt. "Wir hatten ein besonders schönes Abschlussfest, als der Dreh zu 'Unvergänglich' vorbei war", erinnert sich Hofer. "Viele Leute haben sich da was überlegt. Das war echt nett und hat den beiden, glaube ich, auch sehr gut gefallen." Der Abschied der beiden Serienveteranen wurde bereits in den vorherigen Folgen thematisiert, sodass sich das Team über zwei Jahre darauf einstellen konnte.

Perfekte Chemie zwischen den neuen Kommissaren

Die Zusammenarbeit mit seinem neuen Tatort-Partner Carlo Ljubek beschreibt Hofer als äußerst harmonisch. "Sehr gut! Hinter der Kamera verstehen wir uns sehr gut, vor der Kamera... Nein, Spaß!", scherzt der Schauspieler. "Wir verstehen uns super, das ist wirklich eine sehr gute Zusammenarbeit. Ich finde, wir bereichern uns gegenseitig und das macht sehr viel Spaß!"

Erste Fälle bereits im Kasten

Die ersten beiden Fälle der neuen Ermittler sind bereits abgedreht:

  • "Zwischenwelten": Gedreht von Ende August bis Ende September in München und Umgebung, handelt diese Folge von einem brutalen Raubmord in Neuperlach. Hofer verrät einen kleinen nostalgischen Moment: "Im ersten Film gibt es einen kleinen Moment. Ein Foto..."
  • "Der sichere Tod": Diese Folge, bereits Anfang des Jahres fertiggestellt, spielt unter anderem auf der Münchner Sicherheitskonferenz – ein besonderes Setting für das neue Duo.

Wann die beiden Folgen ausgestrahlt werden, steht noch nicht fest. Zunächst laufen am Ostersonntag, 5. April, und Ostermontag, 6. April 2026, die letzten Doppelfolge "Unvergänglich" mit Wachtveitl und Nemec zur Primetime im Ersten.

Zukunftsperspektiven und Erwartungen

Ob Hofer und Ljubek ebenfalls 35 Jahre durchhalten wollen, bleibt offen. "Ich weiß nicht, ob das überhaupt noch möglich ist in der heutigen Zeit", sagt Hofer. "Irgendwie ist alles schnelllebiger geworden. Ich glaube aber, das hätten die beiden damals auch nicht gedacht." Der Fokus liegt zunächst auf dem gelungenen Start und der Entwicklung des neuen Ermittlerteams, das den München-Tatort in eine neue Ära führen wird.

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