Letzte gemeinsame Kunstvision: Bruni und Roli faszinieren in Laase mit Farbe und Holz
In der Begegnungsstätte der Alten Schule Laase eröffneten Brunhilde Handorf, liebevoll Bruni genannt, und Rolf Niederstrasser, bekannt als Roli, die erste Kunstausstellung in einer geplanten Reihe von Margot Krempien für dieses Jahr. Die Räumlichkeiten waren bis zum Bersten gefüllt, was die Beliebtheit des Künstlerpaares in der Region unterstreicht. Diese Ausstellung markiert wahrscheinlich die letzte gemeinsame Präsentation ihrer Werke, was Bruni mit einer Mischung aus Dankbarkeit und Wehmut betrachtet.
Von der Lehrerin zur Malerin: Ein Leben voller Farben und Emotionen
Brunhilde Handorf, geboren 1941 in Magdeburg, begann ihre Karriere als Grundschullehrerin nach einer Ausbildung am Institut für Lehrerbildung Köthen und einem berufsbegleitenden Studium an der Pädagogischen Hochschule Güstrow/Universität Greifswald. Sie unterrichtete Deutsch, Kunst und Gestaltung, bevor sie 1997 in den Ruhestand trat. Seitdem widmet sie sich, soweit es ihre Gesundheit erlaubt, der Malerei in ihrem Atelier in Klein Labenz oder zu Hause. Ihre Bilder spiegeln ihr Leben wider – Hochs und Tiefs, Gefühle, Träume und Begeisterungen.
In seiner Laudatio betonte der Autor Christoph von Fircks, ein enger Freund des Paares, dass Brunis Malerei über reine Technik hinausgeht. "Du malst dein Empfinden. Lässt Farben spielen, die Dynamik walten. Bis das Gesehene, Erlebte, Gedachte sichtbar wird", sagte er. Ihre Werke zeichnen sich durch lebensbejahende Motive, spielerische Farben und Formen aus, die Raum für Fantasie lassen und zum Nachdenken anregen.
Vom Maschinenbau zum Holzflüsterer: Rolis künstlerische Verwandlung
Rolf Niederstrasser, geboren 1943 in Warin, ist von Beruf Diplom-Maschinenbau-Ingenieur. Ursprünglich fertigte er Holzrahmen für Brunis Bilder, doch im Laufe der Zeit entwickelte er eine tiefe Verbindung zum Werkstoff Holz. "Mit seinem Leben in und mit der Natur tauschte er den Werkstoff Metall gegen Holz aus", erklärte von Fircks in seiner Laudatio. Roli hat ein besonderes Gespür dafür, im Wald geeignetes Holz zu finden und dessen verborgene Schönheit durch Schleifen und Polieren sichtbar zu machen.
Seine Holzskulpturen und -objekte ergänzen Brunis Malerei perfekt und schaffen so eine harmonische Einheit in ihren gemeinsamen Ausstellungen. Die Ausstellung in Laase zeigt nur eine kleine Auswahl ihrer Arbeiten, aber sie verdeutlicht die symbiotische Beziehung zwischen Farbe und Holz, die ihr künstlerisches Schaffen prägt.
Eine Ausstellung voller Emotionen und Dankbarkeit
Die Ausstellung, organisiert von Galeristin Margot Krempien, wurde von Christoph von Fircks mit einer bewegenden Laudatio eröffnet. Bruni Handorf äußerte sich dankbar und wehmütig über diese wahrscheinlich letzte gemeinsame Präsentation. "Ich bin froh und dankbar und schaue mit Freude, aber auch ein wenig mit Wehmut auf diese, wohl meine letzte Ausstellung", sagte sie. Die Besucher waren von der Intensität und Harmonie der Werke fasziniert, die das Lebenswerk dieses einzigartigen Kunstpaares würdigen.



