Der Schriftsteller Uwe Timm wird mit dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt ausgezeichnet. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird alle drei Jahre am 28. August, dem Geburtstag von Johann Wolfgang von Goethe, in der Paulskirche verliehen. Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) erklärte, die Stadt ehre mit Timm einen der großen literarischen Chronisten der Bundesrepublik Deutschland.
Würdigung des Gesamtwerks
Das Kuratorium, das den Preisträger auswählte, begründete die Entscheidung mit Timms reichem und vielfältigem Werk. Dieses sei von tiefster Humanität geprägt und lotet weltumspannend die Möglichkeiten der Literatur aus. Es reiche „vom beseelten Kinderbuch bis zur fiktionalen wie essayistischen Auseinandersetzung mit den Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte“. Der 86-jährige Schriftsteller lebt in München.
Bedeutung des Goethe-Preises
Der Goethe-Preis wird seit 1927 von der Stadt Frankfurt vergeben. Frühere Preisträger sind unter anderem Sigmund Freud (1930), Hermann Hesse (1946), Thomas Mann (1949), Golo Mann (1985), Peter Stein (1988), Marcel Reich-Ranicki (2002), Pina Bausch (2008) und zuletzt Barbara Honigmann (2023). Die Auszeichnung würdigt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die deutsche Kultur und Literatur verdient gemacht haben.
Uwe Timm, geboren 1940 in Hamburg, ist bekannt für Werke wie „Die Entdeckung der Currywurst“, „Am Beispiel meines Bruders“ und zahlreiche Kinderbücher. Sein Schaffen zeichnet sich durch eine tiefe Menschlichkeit und die kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit aus. Die Verleihung findet am 28. August 2026 in der Frankfurter Paulskirche statt.



