Sony World Photography Awards 2026: Die Gewinner stehen fest
Aus einer beeindruckenden Anzahl von 430.000 eingereichten Bildern haben die Jurys des renommierten Sony World Photography Awards (SWPA) die Preisträger für das Jahr 2026 ausgewählt. Der Hauptpreis, der mit 25.000 US-Dollar dotiert ist, geht an die in London lebende mexikanische Künstlerin Citlali Fabián, die sich fortan den Titel »Photographer of the Year« tragen darf. Fabián gewann zudem in der professionellen Kategorie »Creative«.
Preisgekrönte Projekte und ihre Geschichten
Citlali Fabiáns siegreiches Projekt »Bilha, Stories of my Sisters« kombiniert fotografische Porträts mit digitalen Illustrationen, um die Geschichten bedeutender weiblicher Persönlichkeiten aus den indigenen Gemeinschaften des mexikanischen Bundesstaats Oaxaca zu erzählen. Als Mitglied der Yalalteca-Gemeinschaft hofft Fabián, dass ihre Arbeit als Kinderbuch veröffentlicht wird und jungen Mädchen als Inspiration dient.
In der offenen Kategorie wurde die Australierin Elle Leontiev als Open Photographer of the Year ausgezeichnet. Ihr Porträt eines »barfüßigen Vulkanologen« auf der Insel Tanna in Vanuatu wird vom 17. April bis 4. Mai im Londoner Somerset House ausgestellt.
Weitere bemerkenswerte Preisträger
- Student Photographer of the Year: Jubair Ahmed Arnob aus Bangladesch thematisierte in seinem Werk »Together« die Umweltzerstörung durch Bauprojekte in Dhaka.
- Youth Photographer of the Year: Der 16-jährige Philip Kangas aus Schweden dokumentierte die Rettung von Kunstwerken nach einem Brand in der Stockholmer Akademie.
- Architektur & Design: Joy Saha aus Bangladesch erhielt einen Preis für die Dokumentation traditioneller Haor-Architektur.
Vielfältige Kategorien und ihre Sieger
Die SWPA-Jury zeichnete in zahlreichen Unterkategorien herausragende Arbeiten aus:
- Dokumentarisches Projekt: Santiago Mesa für »Im Schatten des Kokas«, das das Leben in Kolumbiens illegaler Wirtschaft zeigt.
- Umwelt: Isadora Romero für »Notes on How to Build a Forest«, eine experimentelle Erzählung über Wälder in Ecuador.
- Landschaft: Dafna Talmor für »Constructed Landscapes«, eine abstrakte Neuinterpretation von Landschaften.
- Perspektiven: Seungho Kim für eine Serie über Kinder und Haustiere in Südkorea vor dem Hintergrund der Geburtenkrise.
- Porträts: Jean-Marc Caimi und Valentina Piccinni für Aufnahmen von Gläubigen während des Konklaves im Vatikan.
- Sport: Todd Antony für die Dokumentation der traditionellen Sportart »Buzkashi« in Tadschikistan.
- Stillleben: Vilma Taubo für »Sprechen ohne Worte«, eine Serie über symbolträchtige Alltagsgegenstände.
- Tierwelt & Natur: Will Burrard-Lucas für nächtliche Aufnahmen von Spitzmaulnashörnern in Kenia.
Die Sony World Photography Awards 2026 demonstrieren erneut die globale Reichweite und künstlerische Tiefe der zeitgenössischen Fotografie, mit Werken, die soziale, ökologische und kulturelle Themen aufgreifen.



