Oscar am Flughafen verloren: Filmemacher sucht Trophäe
Oscar am Flughafen verloren: Filmemacher sucht Trophäe

Für seinen Dokumentarfilm „Ein Nobody gegen Putin“ gewann Pawel Talankin im März einen Oscar. Die Trophäe begleitete den 35-jährigen Russen auf Reisen – bis zu einem Sicherheitscheck am John F. Kennedy Flughafen in New York.

Oscar als Waffe eingestuft

Laut Talankins Co-Regisseur David Borenstein durfte der Filmemacher die 3,8 Kilogramm schwere Statuette nicht im Handgepäck behalten. Die Begründung der Sicherheitsbeamten: Der Oscar könnte „als Waffe verwendet werden“. Da Talankin ohne Koffer reiste, verpackte das Personal die Statuette in eine Kiste und schickte sie in den Frachtraum. In Frankfurt kam der Oscar nie an, wie Borenstein auf Instagram mitteilte.

Lufthansa verspricht Hilfe

Die Lufthansa reagierte umgehend und versicherte, den Fall „mit größter Sorgfalt und Dringlichkeit“ zu behandeln. Ziel sei es, den Oscar schnellstmöglich zu finden und zurückzugeben. Talankin zeigte sich verwundert: „Es ist mir völlig unverständlich, wie man einen Oscar als Waffe betrachten kann.“ Bei früheren Flügen mit anderen Airlines habe es nie Probleme gegeben.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Hintergrund des Films

In „Ein Nobody gegen Putin“ dokumentiert Talankin, wie sich die Schulgemeinschaft seiner Heimatstadt Karabasch durch den Krieg veränderte. Er filmte Lehrer, die Schülern Falschbehauptungen über die russische Invasion in der Ukraine erzählten, und Wagner-Söldner, die Jugendliche im Granatenweitwurf trainierten. Im Sommer 2024 floh Talankin mit dem Filmmaterial ins Ausland. Die Produktion entstand in Zusammenarbeit mit BBC, ZDF und Arte.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration