Der amerikanische Spielzeugdesigner Roger Sweet, bekannt als einer der Schöpfer der Kultfigur He-Man, ist tot. Seine Ehefrau Marlene Sweet teilte mit, dass ihr an Demenz erkrankter Mann am Dienstag friedlich verstorben sei. Er wurde 91 Jahre alt.
Die Entstehung einer Legende
Sweet arbeitete fast zwei Jahrzehnte in der Designabteilung des US-Spielzeugherstellers Mattel. Als Mitte der 1970er-Jahre die Konkurrenz mit den „Star Wars“-Actionfiguren große Erfolge feierte, suchte Sweet nach einer neuen, marktreifen Figur. Gemeinsam mit dem Designer Mark Taylor entwickelte er die Figurenserie „Masters of the Universe“ mit dem blonden Muskelpaket He-Man. Die Spielzeugfiguren eroberten ab 1982 den Markt und legten den Grundstein für Cartoon-Serien, Videospiele und Kinofilme.
Streit um die Urheberschaft
Später gab es Unstimmigkeiten darüber, wer genau den Superhelden He-Man erfunden hatte. Sowohl Sweet als auch Taylor beanspruchten die Idee für sich. 1984 verklagte ein weiterer angeblicher Erfinder den Figurenhersteller Mattel: das Unternehmen CPI. Sweet selbst äußerte sich dazu: „He-Man hätte das Gleiche für mich getan.“
1991 wurde Sweet entlassen. Große Ersparnisse besaß er nicht, da er für seine Erfindung lediglich eine kleine Prämie erhalten hatte. In der Folge arbeitete er unter anderem als Gabelstaplerfahrer. Dennoch betonte er stets, dass ihm vor allem der Erfolg seines „Babys“ am Herzen gelegen habe.
He-Man kehrt auf die Leinwand zurück
Der muskulöse Superheld wird bald wieder auf der großen Leinwand zu sehen sein. Der Spielfilm „Masters Of The Universe“ soll am 5. Juni in die Kinos kommen. Darin schlüpft der Brite Nicholas Galitzine in die Rolle des Prinzen Adam, der eines Tages ein Zauberschwert findet und damit Superkräfte erlangt – und zum mächtigsten Mann des Universums wird. Neben Galitzine sind Idris Elba als Mat-At-Arms, Camila Mendes als Teela und Jared Leto als Bösewicht Skeletor zu sehen.



