ZDF-Dokumentation „Die Queen und ich“ enthüllt private Einblicke in Elizabeths II. Leben
Doku „Die Queen und ich“ zeigt privates Leben der Queen

ZDF-Dokumentation enthüllt intime Einblicke in das Leben der britischen Monarchin

Am 21. April wäre Queen Elizabeth II., die verstorbene britische Monarchin, 100 Jahre alt geworden. Zu diesem besonderen Anlass präsentiert das ZDF die Dokumentation „Die Queen und ich“, die faszinierende Einblicke in den Alltag der bekanntesten Herrscherin der Neuzeit gewährt. Ehemalige Vertraute und Weggefährten teilen persönliche Erinnerungen und Anekdoten, die das Bild der Königin jenseits der offiziellen Pflichten zeichnen.

Persönliche Erinnerungen von engen Vertrauten

Der frühere Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, berichtet in der Dokumentation von einer ungewöhnlichen Begegnung: „Ihr rechter Fuß klebte auf dem Gaspedal“, beschreibt er die Queen hinter dem Steuer. Diese Episode verdeutlicht, wie sehr Elizabeth II. das Autofahren genoss und sich auch in informellen Situationen wohlfühlte. Gut dreieinhalb Jahre nach ihrem Tod am 8. September 2022 im schottischen Balmoral Castle ermöglichen diese persönlichen Geschichten einen einzigartigen Blick auf die Frau hinter der Krone.

Biograf und Historiker Hugo Vickers betont ihren bescheidenen Charakter: „Sie war sehr bescheiden“, erklärt er und fügt hinzu, dass stets zwei Persönlichkeiten existierten – die Königin und die private Elizabeth. Die Monarchin sei niemals selbstbezogen gewesen, sondern habe stets ihre Pflichten über persönliche Bedürfnisse gestellt.

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Der königliche Alltag zwischen Pflicht und Privatsphäre

Filmautorin Julia Melchior spannt in den knapp 45 Minuten einen Bogen von der Krönung Elizabeths II. bis zu ihren letzten Lebensstunden. Besonders der königliche Alltag, soweit dieser Begriff bei einer britischen Monarchin zutrifft, wird ausführlich beleuchtet. Die langjährige Privatsekretärin Samantha Cohen verrät: „Die Queen habe ihre Hunde und Pferde geliebt, und sie sah gern fern.“

John Warren, Rennzuchtberater und Freund der Königin, erzählt, dass Elizabeth Pferderennen aufzeichnen ließ, um sie am Abend in Ruhe genießen zu können. Trotz eines dichten Terminkalenders mit etwa 300 offiziellen Anlässen pro Jahr habe die Queen eine bemerkenswerte Work-Life-Balance gepflegt, wie Sekretärin Cohen bestätigt.

Die menschliche Seite der Monarchin

Die Sache mit der Handtasche wird in der Dokumentation endlich aufgeklärt. Jahrelang kursierten Gerüchte über einen versteckten Code, den die Queen mit dem Wechsel ihrer Handtasche von einer Hand in die andere signalisierte. Die Dokumentation geht diesem Mythos nach und beleuchtet gleichzeitig, wie britische Premierminister ihre wöchentlichen Audienzen bei der Monarchin erlebten.

Cohen beschreibt die Gastfreundschaft der Königin: „Es war ihr ein besonderes Anliegen, dass sich Besucherinnen und Besucher wohlfühlen, dass sie das Gefühl haben, zu ihr nach Hause zu kommen.“ Die berühmten Corgis der Queen dienten dabei als perfekte Eisbrecher für nervöse Gäste.

Ein filmisches Denkmal ohne Kontroversen

Die Dokumentation verzichtet bewusst auf kritische Auseinandersetzungen mit der Monarchie oder kontroverse Themen. Stattdessen konzentriert sie sich auf das persönliche Vermächtnis der Queen, wie es im Film treffend formuliert wird: „Die Welt kennt viele Königinnen, aber nur eine Queen.“ Zum 100. Geburtstag lässt die Produktion Royal-Fans in nostalgischen Erinnerungen schwelgen und würdigt das außergewöhnliche Leben einer Frau, die 70 Jahre lang das britische Königreich regierte.

Die Dokumentation „Die Queen und ich“ ist heute um 20.15 Uhr auf Arte zu sehen und wird am 21. April, dem eigentlichen Geburtstag der Monarchin, um 20.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

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