Arnautović enthüllt psychische Krise in China: Isolation ohne Fenster und Depressionen
Arnautović: Psychische Krise in China durch Isolation

Fußballstar Arnautović offenbart schwere psychische Probleme während China-Aufenthalt

Der österreichische Rekord-Nationalspieler Marko Arnautović hat in einem bewegenden Interview tiefe Einblicke in seine psychischen Kämpfe während der Coronapandemie in China gegeben. In einem Podcast bei ServusTV schilderte der ehemalige Bundesliga-Stürmer, wie er während seiner Zeit beim chinesischen Club Shanghai SIPG zwischen 2019 und 2021 in eine schwere Depression geriet.

Hotel-Isolation ohne Fenster: „Das war der Horror“

Arnautović beschrieb die Zustände bei seiner Einreise nach China als besonders belastend. „Ich hatte kein Fenster. Ich hatte keine Handtücher für zwei Wochen. Das Essen, was du bekommst, das ist gar nichts“, berichtete der 37-Jährige. Diese extremen Quarantäne-Bedingungen musste der Fußballprofi insgesamt dreimal durchstehen, was er als „den Horror“ bezeichnete.

Die Isolation ohne natürliches Licht und unter schlechten hygienischen Bedingungen habe ihn tief getroffen. „Ich bin dann in so eine Depression reingekommen“, gestand Arnautović. Die Situation sei so schlimm gewesen, dass er jegliche Freude am Fußball verloren habe – eine bemerkenswerte Offenbarung für einen Profisportler auf dem Höhepunkt seiner Karriere.

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Familie als Rettungsanker – aber keine medizinische Behandlung

In dieser schwierigen Zeit seien Gespräche mit seiner Frau und der Familie sein einziger Halt gewesen. Medizinische Hilfe suchte der Fußballstar jedoch nicht. „Ich habe nie Tabletten genommen für irgendwelche Depressionen. Ich habe Angst vor Tabletten“, erklärte Arnautović, der früher für Werder Bremen spielte.

Die psychische Belastung wurde so groß, dass der Stürmer schließlich eine grundsätzliche Entscheidung treffen musste. Als 2021 das Angebot des FC Bologna kam, zögerte er nicht lange. „Irgendwann habe ich gesagt: Ist es das wert für das Geld und dass ich mein Leben so wegschmeiße und dass ich nicht mit meiner Familie sein kann?“, reflektierte der Torjäger.

Der Wendepunkt: Rückkehr nach Europa

Die Entscheidung fiel eindeutig aus. Arnautović teilte seiner Frau mit: „Nein, ich kann nicht mehr. Ich kann nicht mehr. Ich bin depressiv. Ich habe keinen Spaß mehr.“ Damit beendete er sein Engagement in China, wo er für drei Jahre etwa 34 Millionen Euro hätte verdienen sollen.

Heute spielt der österreichische Fußballstar für Roter Stern Belgrad und blickt optimistisch in die Zukunft. Im Sommer will er mit der österreichischen Nationalmannschaft erstmals bei einer Weltmeisterschaft antreten. Seine Offenheit über psychische Probleme in der Profisportwelt macht Mut für mehr Transparenz in diesem sensiblen Bereich.

Die Erfahrungen von Marko Arnautović werfen ein Schlaglicht auf die psychischen Belastungen, die Sportler während der Pandemie erlebten, und zeigen, wie wichtig familiäre Unterstützung und selbstbestimmte Entscheidungen für die mentale Gesundheit sind.

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