Die Linke plant Sorgezentren in Berlin: Ein Dach für Pflege, Kultur und Beratung
Die Linke setzt sich für die Einrichtung sogenannter Sorgezentren in Berlin ein. Diese sollen als multifunktionale Orte dienen, die Gesundheitsdienstleistungen, Kulturangebote und Beratung unter einem Dach vereinen. Hinter der Initiative steht der Aktionsplan Sorgende Stadt, den der Landesvorstand der Partei anlässlich des Internationalen Frauentags beschlossen hat.
Was sind die Ziele der Sorgezentren?
Die Sorgezentren sollen laut der Linken einen Raum für Begegnung und Hilfe bieten, der frei von Konsumzwängen ist. Geplant sind unter anderem:
- Gesundheitsdienstleistungen mit Ärztinnen und Psychotherapeuten
- Sozialberatung und Selbsthilfegruppen
- Kultur- und Freizeitangebote
- Demokratisch organisierte Quartierssorgeräte
Die Partei betont, dass Berlin als erstes Bundesland den 8. März zum Feiertag gemacht hat und nun auch zur sorgenden Stadt werden soll. Das Sorgezentrum soll sich in Landeseigentum befinden, aber genossenschaftlich und demokratisch über Quartierssorgeräte betrieben werden, heißt es in dem Aktionsplan.
Pilotprojekt und Umsetzung
Die Linke macht sich dafür stark, zunächst ein Pilotprojekt zur Gründung eines Sorgezentrums zu starten. Dabei soll geprüft werden, ob landeseigene Liegenschaften oder andere Gebäude für dieses Vorhaben infrage kommen. Es soll ein Ort sein, an dem Kunst, Kultur, Freizeitangebote und Begegnung ohne Konsumzwang genauso einen Platz finden wie Selbsthilfegruppen, offene Angebote, Selbstorganisierung und Vernetzung, erklärt die Partei.
Der Aktionsplan hebt hervor, dass Berlin voll von Menschen sei, die sich umeinander kümmern – meistens Frauen. Das Ziel sei es, Sorgearbeit aus der privaten Verantwortung Einzelner zu nehmen und sie als demokratische Gemeinschaftsaufgabe zu verhandeln. Damit soll nicht nur Hilfe für Betroffene, sondern auch Entlastung für Helferinnen und Helfer geschaffen werden.



