Tragödie in Italien: Zweijähriger stirbt nach Implantation falsch gekühlten Spenderherzens
Zweijähriger stirbt nach Implantation falsch gekühlten Herzens

Tragödie in Italien: Zweijähriger stirbt nach Implantation falsch gekühlten Spenderherzens

Das Schicksal des kleinen Domenico hat in den vergangenen Tagen nicht nur Italien, sondern Menschen weit über die Landesgrenzen hinaus bewegt. Der zweijährige Junge, der an einem seltenen Herzfehler litt, ist nach der Implantation eines falsch transportierten Spenderherzens gestorben. Das Krankenhaus in Neapel teilte mit, dass der Junge infolge einer plötzlichen und irreversiblen Verschlechterung seines klinischen Zustands auf der Intensivstation verstorben ist.

Transportfehler mit fatalen Folgen

Für Domenico, der mit einem schweren Herzfehler zur Welt kam, war kurz vor Weihnachten nach langem Warten endlich ein passendes Spenderherz gefunden worden. Beim Transport von Bozen nach Neapel wurde das Organ jedoch katastrophal falsch gekühlt. Statt wie üblich in herkömmlichem Eis bei etwa 4 Grad Celsius zu lagern, kam es mit Trockeneis in Kontakt und wurde auf minus 80 Grad Celsius abgekühlt. Medizinische Quellen beschrieben, dass das Herz dadurch buchstäblich erfroren und schwer beschädigt wurde.

Ärzteteam sieht keine Heilungschance mehr

Nach der Implantation des geschädigten Organs verschlechterte sich Domenicos Zustand rapide. Er verbrachte fast zwei Monate im Krankenhaus, die meiste Zeit im Koma und angeschlossen an eine ECMO-Maschine, die als künstliche Lunge und künstliches Herz fungierte. Ein Ärzteteam entschied schließlich, dass eine weitere Operation zur Transplantation eines neuen Herzens sinnlos sei. Gründe dafür waren:

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  • Das ursprünglich implantierte Herz war irreparabel geschädigt
  • Andere Organe wie die Nieren funktionierten nicht mehr richtig
  • Der allgemeine klinische Zustand des Jungen hatte sich dramatisch verschlechtert

Daraufhin wurde Domenicos Name von der Warteliste für Spenderherzen gestrichen. Kardinal Domenico Battaglia, der Erzbischof von Neapel, spendete ihm vor dem Tod noch die Krankensalbung.

Hintergrund des Spenderorgans

Das Spenderherz stammte von einem vierjährigen Jungen aus Südtirol, der ertrunken war und die gleiche Blutgruppe wie Domenico hatte. Dieser tragische Umstand unterstreicht die Komplexität und die emotionalen Herausforderungen von Organtransplantationen, insbesondere bei Kindern. Das Krankenhaus in Neapel betonte in seiner Mitteilung, dass das gesamte medizinische Team der Familie in diesem Moment unermesslichen Schmerzes mit Respekt und aufrichtiger Anteilnahme beistehe.

Der Fall hat in Italien eine breite öffentliche Debatte über Verfahrenssicherheit bei Organtransporten ausgelöst und wirft Fragen nach verbesserten Kontrollmechanismen auf, um solche tragischen Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

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