Dreitägiger Warnstreik bei Vivantes-Tochterunternehmen in Berlin beginnt
Warnstreik bei Vivantes-Tochterunternehmen in Berlin

Dreitägiger Warnstreik bei Vivantes-Tochterunternehmen in Berlin startet

In den frühen Morgenstunden hat an den Vivantes Kliniken in Berlin ein dreitägiger Warnstreik begonnen. Die Gewerkschaft Verdi hat dazu aufgerufen, dass Angestellte aus Bereichen wie Gastronomie, Logistik und Reinigung ihre Arbeit niederlegen. Dieser Aufruf gilt bis zum Ende der Nachtschicht am Morgen des 28. Februar. Ärzte und Pflegefachkräfte sind von dem Arbeitskampf nicht betroffen.

Folgen für Patienten und Klinikbetrieb

Patienten müssen sich auf Verschiebungen planbarer Operationen einstellen, wie ein Vivantes-Sprecher mitteilte. Grund dafür ist, dass einige der streikenden Beschäftigten unter anderem für die Reinigung von Operationsinstrumenten zuständig sind. Der Warnstreik begann mit der frühesten Frühschicht, an manchen Standorten ab 5.00 Uhr. Für Donnerstag ist eine zentrale Kundgebung vor dem Abgeordnetenhaus geplant, zeitgleich mit der nächsten Sitzung des Landesparlaments. Eine Einigung auf eine Notdienstvereinbarung konnte zwischen Vivantes und Verdi nicht erzielt werden.

Tarifstreit um Löhne und Altersvorsorge

Bei den Vivantes-Tochterunternehmen sind rund 2.200 Beschäftigte angestellt. Verdi fordert für diese Mitarbeiter einen Tarifvertrag, der die Regelungen des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst in Krankenhäusern (TVÖD-K) eins zu eins überträgt. Aktuell verdienen die Beschäftigten laut Vivantes zwischen 91 und 96 Prozent des Tabellenentgeltes des TVÖD-K. Das Unternehmen hat angeboten, die Tabellenentgelte stufenweise innerhalb von vier Jahren auf 100 Prozent des TVÖD-Niveaus anzuheben. Doch dieser Zeitrahmen ist der Gewerkschaft zu lang.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Neben den Lohnforderungen gibt es weitere Streitpunkte, insbesondere bei den Regelungen zur betrieblichen Altersversorgung und zu Jahressonderzuschlägen. Die Tarifverhandlungen laufen bereits seit Januar, und die nächste Verhandlungsrunde ist für den 6. März angesetzt. Vivantes betreibt neun Krankenhausstandorte in Berlin, die nun von den Auswirkungen des Warnstreiks betroffen sind.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration