Türkei plant radikales Rauchverbot: Bis zu 200.000 Euro Strafe für Raucher an Stränden
Türkei plant Mega-Rauchverbot mit 200.000 Euro Strafe

Türkei plant radikales Rauchverbot: Bis zu 200.000 Euro Strafe für Raucher

Die türkische Regierung plant einen drastischen Schritt im Kampf gegen das Rauchen. Ein neuer Gesetzentwurf der regierenden AKP sieht vor, das Land bis zum Jahr 2040 vollständig rauchfrei zu machen. Das berichten türkische Medien wie die Zeitung Hürriyet. Das ambitionierte Vorhaben würde nicht nur die einheimische Bevölkerung, sondern auch Millionen von Urlaubern betreffen.

Vollständiges Verbot von Tabakprodukten ab 2040

Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, den Verkauf, die Herstellung und den Import von Tabakprodukten ab dem Jahr 2040 komplett zu untersagen. Damit würde die Türkei zu einem der ersten Länder weltweit werden, das ein derart umfassendes Tabakverbot einführt. Bereits in den kommenden Jahren sollen jedoch schrittweise neue Einschränkungen in Kraft treten.

Ausweitung der Rauchverbotszonen

Geplant sind umfangreiche Rauchverbote an öffentlichen Orten. Dazu zählen:

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  • Öffentliche Plätze und Strände
  • Außenbereiche von Restaurants und Cafés
  • Bildungseinrichtungen und Universitäten
  • Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen
  • Gotteshäuser und religiöse Stätten

Neue Definition von Tabakprodukten

Besonders bemerkenswert ist die geplante Neudefinition des Begriffs "Tabakprodukt". Künftig sollen darunter nicht nur klassische Zigaretten fallen, sondern auch:

  • E-Zigaretten und Vapes
  • Wasserpfeifen (Shishas)
  • Tabakerhitzer
  • Produkte mit synthetischem oder organischem Nikotin

Drastische Strafen bei Verstößen

Bei Verstößen gegen das geplante Tabakverbot drohen laut Medienberichten erhebliche Geldstrafen. Für vollständige Verstöße sind Bußgelder zwischen einer und zehn Millionen türkischen Lira vorgesehen – das entspricht umgerechnet etwa 20.000 bis fast 200.000 Euro. Betrieben könnte zusätzlich die Lizenz entzogen werden.

Konsequenzen für Urlauber

Für Reisende wären die neuen Regelungen besonders relevant. Der Besitz, Erwerb oder die Einfuhr von Tabakprodukten könnte mit Verwaltungsstrafen zwischen 50.000 und 250.000 Lira geahndet werden – umgerechnet bis zu etwa 5.000 Euro. Dies stellt eine erhebliche Verschärfung gegenüber bisherigen Regelungen dar.

Hintergrund: Hoher Raucheranteil in der Türkei

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi gibt es in der Türkei derzeit zwischen 18 und 19 Millionen Raucher. Damit zählt das Land zu den Staaten mit einem besonders hohen Raucheranteil. Die geplanten Maßnahmen sollen diesen Anteil langfristig drastisch senken und die öffentliche Gesundheit verbessern.

Offene Fragen und Zeitplan

Ob und wann das Gesetz endgültig verabschiedet wird, ist derzeit noch unklar. Der Gesetzentwurf muss zunächst das parlamentarische Verfahren durchlaufen und könnte dabei noch Änderungen erfahren. Experten gehen jedoch davon aus, dass die türkische Regierung ernsthafte Absichten verfolgt, das Rauchen im Land nachhaltig einzudämmen.

Die geplanten Maßnahmen würden nicht nur die Gesundheitspolitik des Landes grundlegend verändern, sondern auch erhebliche Auswirkungen auf den Tourismussektor haben. Viele Urlauber müssten ihre Gewohnheiten anpassen, sollten die strengen Regelungen tatsächlich umgesetzt werden.

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