Rattengift in Babynahrung: Deutsche Behörden ermitteln zu manipulierten Hipp-Gläschen
Rattengift in Babynahrung: Deutsche Ermittlungen zu Hipp-Gläschen

Rattengift in Babynahrung: Deutsche Behörden ermitteln zu manipulierten Hipp-Gläschen

In Österreich, Tschechien und der Slowakei sind mit Rattengift verseuchte Hipp-Babygläschen der Sorte „Karotten mit Kartoffeln“ aufgetaucht. Deutsche Behörden, insbesondere in Bayern, führen nun Hintergrundermittlungen zu diesem besorgniserregenden Vorfall. Laut einer Sprecherin der Pressestelle Oberbayern Nord sind Produkte in Deutschland bisher jedoch nicht betroffen.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

„Wir sind in engem Austausch mit dem Konzern und den Sicherheitsbehörden der betroffenen Länder“, erklärte die Sprecherin. „Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.“ Die Polizei fahndet nach einem oder mehreren unbekannten Tätern, die mutmaßlich die Babynahrung manipuliert haben. Es handle sich um sogenannte Hintergrundermittlungen, da Deutschland derzeit nicht direkt von den verunreinigten Gläschen betroffen sei. Wann neue Ergebnisse vorliegen, könne sie noch nicht einschätzen.

Zwei manipulierte Gläschen entdeckt

Jüngst wurde bekannt, dass ein Hipp-Glas mit 190 Gramm Babynahrung „Karotten mit Kartoffeln“ mit Rattengift verseucht war. Es wurde am Samstag entdeckt und zuvor im Burgenland südöstlich von Wien in Umlauf gebracht. Der österreichische Polizeisprecher Helmut Marban bestätigte, dass nach aktuellem Stand offenbar ein zweites verunreinigtes Gläschen existiert. Der Inhalt dieses Glases habe verdorben gerochen. Hinweise auf die manipulierten Produkte sollen aus Deutschland stammen, doch weitere Einzelheiten wurden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genannt.

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Warnung für Eltern und Erkennungsmerkmale

Die österreichische Polizei rief Eltern von Kleinkindern dringend dazu auf, ihre Vorräte zu überprüfen. Manipulierte Gläser sind an folgenden Merkmalen zu erkennen:

  • Der Deckel ist beschädigt.
  • Beim Öffnen ist der übliche „Plopp“-Laut nicht zu hören.
  • Ein weißer Aufkleber mit rotem Ring befindet sich am Glasboden.

Hipp-Sprecher Clemens Preysing betonte, dass es sich um einen „externen kriminellen Eingriff“ handle, der in keinem Zusammenhang mit Produktqualität oder Herstellung stehe. Handelspartner in Tschechien und der Slowakei hätten vorsorglich alle Hipp-Gläschen aus dem Verkauf genommen.

Gesundheitsrisiken und weitere Ermittlungen

Die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) warnte, dass Wirkstoffe in Rattengiften zu einer verminderten Blutgerinnungsfähigkeit führen können. Mögliche Symptome sind:

  • Zahnfleischbluten
  • Nasenbluten
  • Blaue Flecken
  • Blut im Stuhl

Eltern, die solche Anzeichen bei ihren Kindern feststellen, sollten umgehend einen Arzt aufsuchen. In Österreich wird in den Bundesländern Burgenland und Oberösterreich gesucht, während in Tschechien die Staatsanwaltschaft Brünn Ermittlungen aufgenommen hat, die Gefahrensituation dort aber als „nicht sehr hoch“ eingeschätzt wird.

Die Ingolstädter Kripo koordiniert die Ermittlungen und steht in engem Kontakt mit dem Unternehmen. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurden keine weiteren Details preisgegeben. Der Vorfall unterstreicht die Bedeutung von Lebensmittelsicherheit und die Notwendigkeit verstärkter Kontrollen im internationalen Handel.

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