Pizza Verde München: Neue Bio-Pizzeria mit römischer Pizza im Glockenbachviertel
Im lebhaften Glockenbachviertel hat die Bio-Pizzeria Pizza Verde von Paolo Bruno eine neue Filiale in der Thalkirchner Straße eröffnet. Das Konzept setzt bewusst auf römische Pizza mit dünnem, krossem Teig, lange gereiftem Bio-Teig und hochwertigen Zutaten – inklusive einer passenden Weinauswahl. Damit positioniert sich das Lokal gezielt gegen gängige Kettenkonzepte und bietet eine alternative Pizza-Erfahrung.
Von der Weinleidenschaft zur Pizzeria: Paolo Brunos Weg
Paolo Bruno, Münchner mit italienischen Eltern, ist gelernter Sommelier und arbeitete jahrelang in der Weinhandlung Garibaldi. Vor zehn Jahren kam der Wunsch nach Selbstständigkeit. „Pizza geht immer“, findet Bruno. „Man hatte einen schweren Arbeitstag, fühlt sich allein, geht Pizza essen und schon ist man wieder fröhlich.“ Auch zu Geburtstagsfeiern gehöre die Pizza heute einfach dazu. Allerdings fehlte ihm damals die gewünschte Qualität: „Auch die Grundzutaten einer Pizza müssen von gesunder und sauberer Qualität sein.“
2016 eröffnete er seine erste Pizzeria „Pizza Verde“ in Neuhausen, später folgten eine Filiale in Schwabing und der Weinladen „Vino Verde“. Da das Lokal in Neuhausen dieses Jahr schließen musste, hat Bruno nun die neue Filiale im Glockenbachviertel eröffnet. Geleitet wird sie von Leo Zabarella, der seit 2017 bei Pizza Verde arbeitet – zunächst als Fahrrad-Pizzabote, später mit Ausbildung zum Restaurantfachmann.
Römische Pizza mit Bio-Teig: Ein einzigartiges Konzept
Die Konkurrenz im Glockenbachviertel ist groß, mit angesagten Läden wie „The Italian Shot“ oder „Soul Kitchen“, die neapolitanische Pizza anbieten. Bruno liebt neapolitanische Pizza, aber für ihn hat eine Pizza „einen dünnen, krossen Teig, der stehen bleibt, wenn man ein Stück in der Hand hält“. Diese sogenannte römische Pizza ist in München selten zu finden.
Bruno entwickelte den Teig selbst, testete unzählige Mühlen und entschied sich schließlich für die Hofbräu Kunstmühle. Der Teig besteht aus:
- 70 Prozent Weizenmehl
- rund 25 Prozent Dinkelvollkornmehl
- nur ganz wenig Hefe
Die lange Gehzeit von mindestens 48 bis zu 72 Stunden macht den Teig besonders bekömmlich. „Ich kann abends eine Pizza essen und muss nicht nachts aufstehen und einen Liter Wasser trinken, weil ich plötzlich so einen Durst bekomme“, erklärt Bruno. Auch die Zutaten für den Belag – von Büffelmozzarella über Salami bis zur Tomatensoße – sind zertifiziert biologisch.
Preise und Angebot: Qualität hat ihren Preis
Mit einer Pizza-Kette können Brunos Pizzen preislich nicht mithalten, aber mit anderen Pizzalokalen ohne Bio-Zertifikat durchaus. Das Preisniveau spiegelt die hochwertigen Zutaten wider:
- Pizza Margherita: 13 Euro
- Teuerste Pizza mit Mozzarella, Parmaschinken, Parmesan, Rucola und Kirschtomaten: 23 Euro
Dazu bietet Pizza Verde mehrere offene Weine oder eine Halbe Lammsbräu für 5 Euro an. Das Design der neuen Filiale ist ähnlich wie bei der Schwabinger Filiale gehalten – schlicht und modern.
Die Öffnungszeiten sind: Montag bis Freitag ab 11.30 Uhr, Samstag und Sonntag ab 17 Uhr. Pizza Verde setzt damit ein Zeichen für nachhaltigen Genuss in der Münchner Gastronomieszene.



