DDR-Kult-Ketchup triumphiert bei Stiftung Warentest: Born erreicht Traumnote 1,0 im Geschmack
Born-Ketchup aus DDR-Zeiten erhält Traumnote 1,0 bei Warentest

DDR-Kult-Ketchup triumphiert bei Stiftung Warentest: Born erreicht Traumnote 1,0 im Geschmack

Die Stiftung Warentest hat in ihrer aktuellen April-Ausgabe der Zeitschrift "Test" einen umfassenden Vergleich von 23 verschiedenen Ketchup-Marken durchgeführt. Das Ergebnis ist überraschend deutlich: Während viele bekannte Marken enttäuschten, konnte ein Ketchup mit DDR-Vergangenheit die Traumnote 1,0 im Geschmackstest erzielen.

Born-Ketchup aus Thüringen überzeugt mit Spitzengeschmack

Der klare Sieger des Tests ist der Tomatenketchup des Thüringer Unternehmens Born. Die Warentester vergaben im Geschmackstest die Höchstnote 1,0 und lobten besonders den intensiven, frisch-fruchtigen Geschmack des Produkts. Auch bei der Sensorik – also bei Geruch, Geschmack und Konsistenz – erhielt der Born-Ketchup die Bewertung "Sehr gut".

Ein weiterer Pluspunkt ist die umweltfreundliche Verpackung: Der Ketchup wird in wiederverwertbaren Glasflaschen verkauft, während viele Konkurrenzprodukte in Plastikverpackungen angeboten werden. Mit einem Zuckergehalt von 14,7 Gramm pro 100 Gramm liegt der Born-Ketchup im Mittelfeld der getesteten Produkte, ebenso wie sein Preis von 0,44 Euro pro 100 Milliliter.

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Erschreckende Ergebnisse bei anderen Marken

Von den 23 getesteten Ketchups schnitten nur zwölf mit der Bewertung "Gut" ab. Sieben Produkte erhielten ein "Befriedigend", drei ein "Ausreichend" und ein Ketchup wurde sogar als "Mangelhaft" eingestuft. Besonders alarmierend: In vier der getesteten Ketchups fanden die Tester sogenannte Alternaria-Toxine, also Spuren von Schimmelpilzen.

Zu den betroffenen Marken gehören Felix, ein Light-Produkt von Heinz, der Ketchup von Hello Taste und der K-Klassik von Kaufland. Obwohl bisher nicht nachgewiesen werden konnte, ob diese Substanzen schädlich für Menschen sind, überschritten alle vier Produkte den festgelegten Richtwert.

Heinz-Ketchup enttäuscht mit hohem Zuckergehalt

Der weltbekannte Heinz Tomato Ketchup erreichte im Test nur die Bewertung "Befriedigend". Die Tester kritisierten besonders den extrem hohen Zuckergehalt von 26,6 Gramm pro 100 Milliliter. Dieser beeinflusse nicht nur die Gesundheit negativ, sondern verfälsche auch maßgeblich den Geschmack des Produkts.

Zudem bemängelten die Warentester einen Widerspruch bei der Nachhaltigkeitswerbung: Obwohl Heinz mit recycelbaren Quetschflaschen wirbt, verhindern Kleberreste der Aufkleber genau diese Recycelbarkeit in der Praxis.

Online-Verkauf von Born-Ketchup boomt nach Testveröffentlichung

Thomas Heinz, Geschäftsführer des Thüringer Unternehmens Born, berichtet von einem deutlichen Anstieg der Online-Bestellungen seit der Veröffentlichung der Warentest-Ergebnisse. Das Unternehmen bezieht das Tomatenmark für seinen Kult-Ketchup aus Portugal, Ungarn und Spanien, während die Produktion weiterhin in Thüringen stattfindet.

Die Gesamtwertung des Born-Ketchups liegt bei einer soliden Note von 1,8, was der Bewertung "Gut" entspricht. Damit bestätigt der Test nicht nur die hohe Qualität des DDR-Kultprodukts, sondern zeigt auch deutliche Schwächen bei vielen etablierten Marken auf.

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