Neue Hausarztpraxis in Neubrandenburg eröffnet: Ärztin Katja Schikora nimmt Patienten auf
Seit Anfang April hat Neubrandenburg eine neue medizinische Anlaufstelle. In der Wilhelm-Külz-Straße 20 hat die Fachärztin Katja Schikora ihre eigene internistische Hausarztpraxis eröffnet. Die Medizinerin, die auf Innere Medizin, Pneumologie und Notfallmedizin spezialisiert ist, wagte damit den Schritt in die Selbstständigkeit nach mehrjähriger Tätigkeit im Medizinischen Versorgungszentrum am Friedrich-Engels-Ring.
Gut angelaufen mit Dankbarkeit der Patienten
Die ersten Wochen seien „gut angelaufen“, bilanziert Schikora. Besonders erfreulich sei die positive Resonanz der Patienten. „Insgesamt sind die Patienten gerade von der hausärztlichen Seite her sehr dankbar“, berichtet die Ärztin. Diese Dankbarkeit zeige sich auch in kleinen Gesten wie mitgebrachtem Kaffee oder Blumen. Da in der Praxis noch Kapazitäten vorhanden sind, nimmt Schikora aktiv neue Patienten auf.
Der Weg zur eigenen Praxis war für die seit 2018 in Neubrandenburg lebende Medizinerin zwar anspruchsvoll, aber durch gute Vorbereitung machbar. Bereits in ihrer vorherigen Position im MVZ hatte sie sich mit Themen wie Personalplanung und Mitarbeiterführung beschäftigt, was den Übergang erleichterte. Unterstützt wurde sie bei Planung und Umbau durch eine regionale Firma aus Burg Stargard sowie durch ihre beiden medizinischen Fachangestellten Veronique und Michelle.
Umfassendes Leistungsspektrum bei Hausarztmangel
Neben der grundlegenden hausärztlichen Versorgung bietet die Praxis ein breites Leistungsspektrum an:
- Check-up-Untersuchungen zur Gesundheitsvorsorge
- Impfungen nach aktuellen Empfehlungen
- Schlafanalysen zur Diagnostik von schlafbezogenen Atemstörungen
Schikora sieht ihre Praxis auch als Antwort auf den zunehmenden Hausarztmangel in der Region. „Perspektivisch werden in den nächsten ein bis zwei Jahren weitere Praxen schließen, wo unklar ist, ob sie Nachfolger haben“, betont sie. Patienten, die dadurch ohne Hausarzt bleiben könnten, möchte sie auffangen. Wie gravierend der Hausarztmangel in Zukunft tatsächlich wird, sei aus ihrer Einschätzung allerdings noch nicht absehbar.
Familiärer Hintergrund und Zukunftspläne
Die Entscheidung, Hausärztin zu werden, fiel im vergangenen Sommer nach vielen Jahren im Angestelltenverhältnis. Ein familiärer Hintergrund unterstützte diesen Schritt: Schikoras Vater betrieb mehr als 30 Jahre lang eine Hausarztpraxis in Altentreptow. Die Zusammenarbeit mit der Familie während der Vorbereitungsphase beschreibt sie als „stressig, aber auch eine gute Teamarbeit“.
Über mögliche Erweiterungspläne möchte sich die Ärztin noch nicht festlegen. „Wir gucken mal, was die Zukunft bringt“, erklärt sie. Aktuell sei das dreiköpfige Team „total zufrieden und super eingespielt“. Die Praxis ist in den Räumlichkeiten der ehemaligen Praxis von Andreas Bibergeil untergebracht und sowohl telefonisch als auch per E-Mail erreichbar. Termine können zudem über die Internetseite der Praxis online gebucht werden.



