Kooperation für bessere medizinische Versorgung in der Uckermark
Die Universitätsmedizin Greifswald und das Medizinisch Soziale Zentrum Uckermark haben eine wegweisende Absichtserklärung für eine enge Zusammenarbeit unterzeichnet. Diese Vereinbarung zielt darauf ab, die medizinische Versorgung in der strukturschwachen Uckermark nachhaltig zu stärken und gleichzeitig den dringend benötigten ärztlichen Nachwuchs für ländliche Regionen zu gewinnen.
Akademische Lehrkrankenhäuser in Prenzlau und Angermünde
Ein zentrales Element der Kooperation ist die geplante Etablierung der Krankenhäuser in Prenzlau und Angermünde als akademische Lehrkrankenhäuser der Universitätsmedizin Greifswald. Landrätin Karina Dörk (CDU) betonte, dass dieser Schritt dem Ziel, die medizinische Versorgung in der Uckermark zu verbessern und die Ausbildung von Ärzten in der Region auszubauen, deutlich näherkommt.
Die Universitätsmedizin Greifswald steht als Maximalversorger für moderne, wissenschaftlich fundierte Medizin und die Ausbildung zukünftiger Mediziner. Das MSZ Uckermark sichert mit seinen Standorten in Prenzlau und Angermünde die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung. Vor dem Hintergrund demografischer Veränderungen und steigender Qualitätsanforderungen wollen beide Partner ihre Kompetenzen künftig stärker bündeln.
Langfristige Zusammenarbeit für Patientenversorgung und Lehre
Die Kooperation ist langfristig angelegt und umfasst sowohl die Patientenversorgung als auch die medizinische Lehre. Prof. Dr. Klaus Hahnenkamp von der Universitätsmedizin Greifswald erklärte: „Unser gemeinsames Ziel ist es, die medizinische Versorgung in der Region langfristig auf einem hohen Niveau zu sichern und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Ein zentraler Baustein dabei ist es, junge Ärzte frühzeitig für die Tätigkeit im ländlichen Raum zu begeistern.“
Mike Förster, Geschäftsführer des MSZ Uckermark, bezeichnete die Zusammenarbeit als wichtigen Schritt für die Zukunft der Region: „Wir stärken mit dieser Kooperation gezielt unsere Standorte und schaffen neue Perspektiven für die medizinische Versorgung in der Uckermark. Gleichzeitig erhöhen wir die Attraktivität für Fachkräfte.“
Konkrete Maßnahmen und Perspektiven
Die geplanten Maßnahmen umfassen:
- Gemeinsame Strukturen in Diagnostik und Therapie
- Fort- und Weiterbildungsangebote für medizinisches Personal
- Integration in die studentische Lehre der Universitätsmedizin Greifswald
- Ausbau digitaler Anwendungen wie Telemedizin
- Gemeinsame wissenschaftliche Projekte
Dr. Ruth Mähl, Ärztliche Direktorin des Kreiskrankenhauses Prenzlau, betonte: „Die Einbindung in die studentische Ausbildung spielt eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, langfristig Nachwuchs für unsere Region zu gewinnen. Wir bieten jungen Medizinern hier ein vielfältiges und praxisnahes Spektrum.“
Dr. Christoph Arntzen, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Angermünde, ergänzte: „Die Kooperation mit der Universitätsmedizin Greifswald eröffnet auch dem Krankenhaus Angermünde neue Perspektiven und Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Rahmen einer spezialisierten medizinischen Versorgung der Patienten in der Uckermark. Die Ausbildung junger Ärzte wird die zukünftige haus- und fachärztliche Versorgung der Patienten in unserem Landkreis sichern.“
Die rechtlich unverbindliche Absichtserklärung bietet die Grundlage für weitere Gespräche und konkrete Umsetzungsschritte. Beide Partner reagieren damit auf die steigenden Anforderungen an die medizinische Versorgung und den wachsenden Bedarf an ärztlichem Nachwuchs in ländlichen Regionen.



