Polnische Frauenrechtlerin mit Dresdner Friedenspreis 2026 ausgezeichnet
Die polnische Schriftstellerin und Aktivistin Klementyna Suchanow ist in der Dresdner Semperoper mit dem Dresdner Friedenspreis 2026 geehrt worden. Die feierliche Verleihung fand unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit statt und würdigt Suchanows herausragendes Engagement für Demokratie, Freiheit und Frieden in Polen und darüber hinaus.
Laudatio von Jean Asselborn und Würdigung des Engagements
Die Laudatio hielt der ehemalige luxemburgische Außenminister Jean Asselborn, der in seiner Rede Suchanows mutiges Eintreten für Menschenrechte hervorhob. Die Stadtverwaltung Dresden betonte in einer offiziellen Mitteilung, dass ihre Arbeit weit über die Grenzen Polens hinausstrahle und einen bedeutenden Beitrag zur Stärkung demokratischer Werte leiste.
Hintergrund: Klementyna Suchanow und der Allpolnische Frauenstreik
Klementyna Suchanow, geboren 1974, ist eine zentrale Figur in der polnischen Frauenrechtsbewegung. Sie ist Mitgründerin der Initiative „Ogolnopolski Strajk Kobjet“ (Allpolnischer Frauenstreik), die sich insbesondere gegen die Verschärfung des Abtreibungsrechts in Polen und den Abbau des Rechtsstaates richtet. Ihr Einsatz umfasst:
- Organisation von Protesten und Aufklärungsarbeit
- Verteidigung grundlegender Freiheitsrechte
- Förderung einer inklusiven Gesellschaft
Der Dresdner Friedenspreis: Geschichte und Bedeutung
Der Dresdner Friedenspreis wird seit dem Jahr 2010 vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Er zeichnet Persönlichkeiten und Institutionen aus, die sich in besonderem Maße für Frieden und Menschenrechte einsetzen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören:
- Michael Gorbatschow
- Alexej Nawalny (posthum)
- Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte
Die Auszeichnung unterstreicht die internationale Anerkennung für zivilgesellschaftliches Engagement und setzt ein starkes Signal für die Bedeutung von Friedensarbeit in schwierigen politischen Kontexten.



