Innovatives Wohnprojekt in München: Sorgende Hausgemeinschaft für Senioren
Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Münchner Wohnen hat ein neues Wohngebäude im Innenhof einer historischen Siedlung zwischen Winthirplatz und Arnulfstraße in Neuhausen fertiggestellt. Dieses Projekt umfasst insgesamt 14 Wohnungen, die in einer innovativen Holzhybridbauweise errichtet wurden und etwa 890 Quadratmeter Wohnfläche bieten. Das Gebäude ersetzt eine ehemalige Hausverwaltung der Münchner Wohnen und stellt einen bedeutenden Schritt in der städtischen Wohnraumentwicklung dar.
Besonderes Konzept: Barrierefreie Wohnungen mit Gemeinschaftscharakter
Ein herausragendes Merkmal dieser Nachverdichtung ist die Einrichtung von sechs barrierefreien Einzimmerwohnungen im Erdgeschoss. Diese wurden im Rahmen des EOF-Fördermodells realisiert und in Zusammenarbeit mit dem Sozialreferat sowie der Mitbauzentrale als sogenannte "sorgende Hausgemeinschaft" konzipiert. Laut Angaben der Münchner Wohnen leben hier sechs Seniorinnen, die zwar eigenständig wohnen, aber von nachbarschaftlicher Unterstützung und gemeinschaftlichen Angeboten profitieren.
Im Erdgeschoss befindet sich ein spezieller Gemeinschaftsraum, der als Treffpunkt dient und die soziale Interaktion fördert. Dieses Konzept zielt darauf ab, die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern und Isolation im Alter entgegenzuwirken.
Weitere Wohnungen und Bauweise
In den beiden oberen Stockwerken des Gebäudes sind acht reguläre, frei finanzierte Maisonettewohnungen untergebracht. Die gesamte Konstruktion erfolgte in Holzhybridbauweise, was nicht nur ökologische Vorteile bietet, sondern auch zu einer schnelleren Bauzeit und reduzierten Umweltauswirkungen beiträgt. Diese nachhaltige Bauweise unterstreicht das Engagement für umweltfreundliche Stadtentwicklung.
Das Projekt demonstriert, wie städtische Nachverdichtung genutzt werden kann, um sowohl dringend benötigten Wohnraum zu schaffen als auch innovative soziale Konzepte umzusetzen. Es dient als Modell für zukünftige Wohnprojekte, die generationsübergreifendes Zusammenleben und Inklusion fördern.



