Autofahrer aufgepasst: Am kommenden langen Wochenende um den 1. Mai drohen die längsten Staus des Jahres. Bereits ab Donnerstag, dem 30. April, rechnet der ADAC mit einem sehr hohen Verkehrsaufkommen. Im vergangenen Jahr war der 30. April mit rund 2400 Stunden Stau und einer Gesamtstaulänge von etwa 4700 Kilometern einer der staureichsten Tage überhaupt – noch vor dem 1. August, dem Start der Sommerferien in vielen Bundesländern.
Traditionelle Stau-Höhepunkte
Traditionell gehören der Ferienstart und die Tage vor Feiertagen zu den Stau-Höhepunkten des Jahres. Auch der Tag vor Christi Himmelfahrt, der Freitag des Pfingstwochenendes, der Donnerstag vor dem Tag der Deutschen Einheit sowie der Tag vor dem langen Wochenende mit dem Reformationstag zählten laut ADAC-Auswertung im vergangenen Jahr zu den staureichsten Tagen.
Verkehrsaufkommen am langen Wochenende
Der Automobilclub erwartet, dass viele Autofahrer das verlängerte Wochenende für einen Kurzurlaub, einen Ausflug oder einen Besuch bei Familie und Freunden nutzen. Am Donnerstag, 30. April, wird der Verkehr besonders stark sein. Am Sonntag, 3. Mai, setzt vor allem am Nachmittag leichter Rückreiseverkehr ein, der insbesondere durch Tagesausflügler und Kurzurlauber verursacht wird.
Zusätzlicher Verkehr ist auch durch das Ende der Maiferien in den Niederlanden am 3. Mai, das Ende der Ferien in einigen Regionen Frankreichs sowie die laufenden Ferien in einzelnen Kantonen der Schweiz zu erwarten.
Lkw-Fahrverbote bringen Entspannung
Immerhin: Am Freitag, 1. Mai, sowie am Sonntag, 3. Mai, gelten Lkw-Fahrverbote, wodurch sich die Verkehrssituation auf einzelnen Strecken etwas entspannen dürfte.
Staugefahr in Richtung Süden und an die Küsten
Besonders hoch ist die Staugefahr in Richtung Süden zu den Alpen, an die Küsten sowie in andere beliebte Ausflugsregionen. Vor allem am Donnerstagnachmittag und -abend sowie am Freitagvormittag muss mit erheblichen Verzögerungen gerechnet werden. Auch rund um größere Städte und Veranstaltungsorte wird sich das Verkehrsaufkommen deutlich erhöhen. In Stuttgart sorgt der Cannstatter Wasen noch bis zum 10. Mai zusätzlich für erhöhten Besucherverkehr und starken Parkdruck. In anderen Städten locken ebenfalls Frühlingsfeste zahlreiche Besucher an.
Diese Autobahnen sind besonders betroffen
Der ADAC hat eine Liste der besonders staugefährdeten Autobahnen veröffentlicht:
- A1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück; Euskirchen – Köln
- A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg
- A3 Arnheim – Oberhausen – Köln – Frankfurt; Linz – Passau
- A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe; Chemnitz – Dresden – Görlitz
- A5 Karlsruhe – Basel; Kassel – Frankfurt
- A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
- A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel; Ulm – Füssen/Reutte
- A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
- A9 Berlin – Halle/Leipzig
- A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)
- A44 Dortmund – Kassel
- A45 Dortmund – Hagen – Gießen
- A61 Mönchengladbach – Koblenz
- A81 Singen – Stuttgart
- A96 München – Lindau
- A99 Autobahnring München
Abfahrtssperren und Grenzkontrollen
Bei starkem Reiseverkehr können in Deutschland außerdem Abfahrtssperren aktiviert werden. Davon betroffen sind insbesondere die A7 im Landkreis Ostallgäu, die A8 in den Landkreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Miesbach, die A93 Inntalautobahn sowie die B2 und B23 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. In Österreich sind derzeit keine Abfahrtssperren geplant, sie können bei Bedarf jedoch kurzfristig wieder eingeführt werden.
Auch auf den wichtigsten Auslandsrouten bleibt die Lage laut ADAC angespannt. In Österreich führen vor allem Baustellen auf der A10 Tauern-Autobahn, der A12 Inntal-Autobahn und der A13 Brenner-Autobahn zwischen Innsbruck und dem Brennerpass zu Verzögerungen.
In der Schweiz sind insbesondere die A1 zwischen Bern, Zürich und St. Margrethen, die A2 zwischen Luzern, Basel, Gotthard und Chiasso sowie die A3 zwischen Basel, Zürich und Chur stark belastet. In Italien sind vor allem die A22 Brennerroute sowie die Straßen im Puster-, Grödner- und Gadertal und im Vinschgau stauanfällig.
Aufgrund der Grenzkontrollen kann es bei der Einreise nach Deutschland weiterhin zu Wartezeiten kommen.



